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    Israel beunruhigt über Österreich

    Wien/Jerusalem (DT/dpa/sb) Die israelische Regierung hat sich sehr besorgt über den Rechtsruck bei den Nationalratswahlen in Österreich gezeigt. „Es beschäftigt Israel, wenn Gruppen oder Bewegungen, die Fremdenfeindlichkeit fördern, den Holocaust leugnen und Freunde von Nazi-nahen Elementen werden, Unterstützung bei Wahlen erhalten“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, am Montag in Jerusalem. Israel sei deshalb sehr besorgt. Auf die Frage, ob Israel seinen Botschafter abberufen werde, falls die beiden Rechtsparteien FPÖ und BZÖ in die Regierung einträten, sagte Palmor: „Es ist noch zu früh, Voraussagen für die Politik in Österreich und den daraus folgenden Schritten Israels zu machen. Wir verfolgen die Entwicklung sehr aufmerksam.“

    Wien/Jerusalem (DT/dpa/sb) Die israelische Regierung hat sich sehr besorgt über den Rechtsruck bei den Nationalratswahlen in Österreich gezeigt. „Es beschäftigt Israel, wenn Gruppen oder Bewegungen, die Fremdenfeindlichkeit fördern, den Holocaust leugnen und Freunde von Nazi-nahen Elementen werden, Unterstützung bei Wahlen erhalten“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, am Montag in Jerusalem. Israel sei deshalb sehr besorgt. Auf die Frage, ob Israel seinen Botschafter abberufen werde, falls die beiden Rechtsparteien FPÖ und BZÖ in die Regierung einträten, sagte Palmor: „Es ist noch zu früh, Voraussagen für die Politik in Österreich und den daraus folgenden Schritten Israels zu machen. Wir verfolgen die Entwicklung sehr aufmerksam.“

    Bei der vorgezogenen Nationalratswahl haben die Freiheitliche Partei (FPÖ) und das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) mit zusammen 29 Prozent ihren Stimmenanteil im Vergleich zur Wahl vom Oktober 2006 praktisch verdoppelt. Die FPÖ legte um sieben Prozent zu und erreichte österreichweit 18 Prozent. In Wien liegt die FPÖ mit 21,4 Prozent hinter der SPÖ (35,8 Prozent) auf dem zweiten Platz. Das BZÖ von Jörg Haider errang 11 Prozent, im Stammland Kärnten sogar 39,4 Prozent. Eine Wiedervereinigung der beiden Parteien, die historisch dem „dritten“, nämlich deutschnationalen, anti-habsburgischen und anti-katholischen Lager entstammen, kommt für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht in Frage. Er bezeichnete das BZÖ am Wahlabend als „Steigbügelhalter der ÖVP“. Der Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Vorsitzende Jörg Haider will eine Neuauflage der Großen Koalition in Österreich verhindern. Er strebt eine „breite Mitte-Rechts-Konstellation“ wie in Italien an, schloss aber ebenfalls eine Wiedervereinigung mit der FPÖ aus. Seine Gesprächsbasis mit der FPÖ sei „besser als sie öffentlich dargestellt wird“, meinte Haider am Montag.