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    Im Blickpunkt: Glauben statt reden

    Es gibt in der italienischen Politik eine Krankheit und die heißt „politichese“: eine aus abstrakten Begriffen bestehende Sprache, in der die Politiker stundenlang reden können, ohne auch nur irgendetwas zu sagen. Diese Krankheit ist nun auch in den deutschen Katholizismus hineingeschwappt, wie eine Meldung der KNA über Äußerungen des ZdK-Präsidenten Alois Glück endgültig offenbart. Dieser, so liest man dort, erwarte vom Jahr 2011 wichtige Weichenstellungen für die Kirche in Deutschland. Für die Zukunft der katholischen Kirche in der Bundesrepublik sei es sehr wichtig, dass die Hoffnung auf Erneuerung und Veränderung nicht in einer neuen und großen Enttäuschung ende, soll Glück beim Neujahrsempfang des Erzbistums Freiburg herumgedruckst haben. „Entweder es kommt zu den richtigen Weichenstellungen und Entscheidungen, oder die Probleme werden zunehmen und eskalieren“, vernebelte Glück das, was er wohl wirklich denkt. Dann erinnerte Glück laut Katholischer Nachrichten-Agentur an den Beginn der Würzburger Synode der westdeutschen Bistümer vor vierzig Jahren und erklärte, derzeit sei die Zeit noch nicht reif für eine neue Synode. „Aber die Qualität einer ähnlichen Gesprächskultur ist der Schlüssel für die Zukunft der Kirche in Deutschland.“

    Es gibt in der italienischen Politik eine Krankheit und die heißt „politichese“: eine aus abstrakten Begriffen bestehende Sprache, in der die Politiker stundenlang reden können, ohne auch nur irgendetwas zu sagen. Diese Krankheit ist nun auch in den deutschen Katholizismus hineingeschwappt, wie eine Meldung der KNA über Äußerungen des ZdK-Präsidenten Alois Glück endgültig offenbart. Dieser, so liest man dort, erwarte vom Jahr 2011 wichtige Weichenstellungen für die Kirche in Deutschland. Für die Zukunft der katholischen Kirche in der Bundesrepublik sei es sehr wichtig, dass die Hoffnung auf Erneuerung und Veränderung nicht in einer neuen und großen Enttäuschung ende, soll Glück beim Neujahrsempfang des Erzbistums Freiburg herumgedruckst haben. „Entweder es kommt zu den richtigen Weichenstellungen und Entscheidungen, oder die Probleme werden zunehmen und eskalieren“, vernebelte Glück das, was er wohl wirklich denkt. Dann erinnerte Glück laut Katholischer Nachrichten-Agentur an den Beginn der Würzburger Synode der westdeutschen Bistümer vor vierzig Jahren und erklärte, derzeit sei die Zeit noch nicht reif für eine neue Synode. „Aber die Qualität einer ähnlichen Gesprächskultur ist der Schlüssel für die Zukunft der Kirche in Deutschland.“

    Angesichts solcher Sprechblasen – nennen wir sie mal „Katholichese“ – kann man nur froh sein, dass Papst Benedikt in diesem Jahr nach Deutschland kommt und verkündet wird, dass nicht irgendwelche Gesprächs- oder Pilzkulturen der Schlüssel für die Zukunft in Deutschland sind, sondern der Glaube an den auferstandenen Jesus Christus, der in der Kirche und ihren Sakramenten lebendig ist und vor dem die Getauften in die Knie gehen – heute wie vor hundert, tausend oder zweitausend Jahren. Dass der Papst die klare Sprache des guten Hirten spricht, war vielleicht auch der Grund dafür, dass aus kirchlichen Kreisen der Vorschlag kam, Benedikt XVI. in Berlin in eine Hinrichtungsstätte wegzusperren und von den Menschen zu isolieren. Denn es ist ja der deutsche Verbandskatholizismus, der von sich glaubt, die neuen Steine der Weisen gefunden zu haben, aus denen die Zukunft der Kirche in diesem Land zu bauen ist. Weit gefehlt. Nur auf einen Stein kommt es an, den Eckstein, den die Bauleute verworfen haben, Jesus Christus. Von ihm wird der Papst sprechen, weil die Glücks hierzulande das nicht mehr können, und er wird das in Berlin auch vor einer großen Menschenmenge tun. Nichts da „Katholichese“! Sondern „credo“!