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    Im Blickpunkt: Gebet der Generationen

    Das Diamantene Priesterjubiläum Papst Benedikts XVI. fällt auf das Hochfest Peter und Paul. Mehrere deutsche Bistümer nehmen den Anlass wahr, um für ein Sechzig-Stunden-Gebet zu werben. Von Fronleichnam bis zum Hochfest Herz-Jesu zieht sich von morgens bis in die Nacht ein Reigen von Anbetungsstunden durch Kirchen und Klöster der Diözesen. Ein besseres und zeitgemäßeres Geschenk kann die Kirche sich und dem Papst kaum machen. Denn die eucharistische Anbetung hat sich als überlebensfähig erwiesen. Lange totgesagt, erlebt sie seit Jahren unter jungen Gläubigen ein Comeback. Den nach dem Konzil weitgehend aus den Pfarreien verschwundenen sakramentalen Andachten sind neue eucharistische Frömmigkeitsformen nachgewachsen. Dieser nicht rein kontemplativ ausgerichtete Zweig am Baum der Kirche trägt mittlerweile üppigere Früchte als erwartet. In dieser Woche trafen sich Vertreter junger Initiativen zu einem Anbetungskongress in Rom (Bericht folgt am Dienstag).

    Das Diamantene Priesterjubiläum Papst Benedikts XVI. fällt auf das Hochfest Peter und Paul. Mehrere deutsche Bistümer nehmen den Anlass wahr, um für ein Sechzig-Stunden-Gebet zu werben. Von Fronleichnam bis zum Hochfest Herz-Jesu zieht sich von morgens bis in die Nacht ein Reigen von Anbetungsstunden durch Kirchen und Klöster der Diözesen. Ein besseres und zeitgemäßeres Geschenk kann die Kirche sich und dem Papst kaum machen. Denn die eucharistische Anbetung hat sich als überlebensfähig erwiesen. Lange totgesagt, erlebt sie seit Jahren unter jungen Gläubigen ein Comeback. Den nach dem Konzil weitgehend aus den Pfarreien verschwundenen sakramentalen Andachten sind neue eucharistische Frömmigkeitsformen nachgewachsen. Dieser nicht rein kontemplativ ausgerichtete Zweig am Baum der Kirche trägt mittlerweile üppigere Früchte als erwartet. In dieser Woche trafen sich Vertreter junger Initiativen zu einem Anbetungskongress in Rom (Bericht folgt am Dienstag).

    Schon während der Vorbereitung zeigte sich zweierlei: Erstens: Die eucharistische Anbetung wird heute von jungen Gläubigen mit Enthusiasmus angenommen. Federführend bei der Vernetzung junger Initiativen ist der 2007 gegründete französische Orden der Missionare von der Heiligsten Eucharistie. Die katholische Kirche in Deutschland war in Rom durch „Nightfever“ vertreten – einem gelungenen Beispiel dafür, dass Weltjugendtage nicht spurlos an einer Ortskirche vorübergehen. „Nightfever“ ist heute das überzeugendste Beispiel im deutschen Katholizismus für das, was Kirche jenseits vorgefertigter Pastoralpläne bewegen und auch von jungen Gläubigen lernen kann.

    Zweitens: Je lebendiger die eucharistische Anbetung in einer Gruppe ist, umso entspannter geht sie liturgische Fragen an. Das von Papst Benedikt XVI. erhoffte friedliche Miteinander beider Formen des römischen Ritus wird von vielen Gläubigen bereits umgesetzt, die eucharistische Anbetung als Weg zur Neuevangelisierung erkannt haben.

    Das Diamantene Priesterjubiläum des Heiligen Vaters ist eine goldene Gelegenheit für die deutschen Katholiken, um weniger wortreiche Nabelschau zu betreiben und mehr Vertrauen in die Kraft des stillen Gebets zu setzen. Die geistliche Vorbereitung auf den Papstbesuch im September fordert hier von jedem eine persönliche Güterabwägung: Dienen Gläubige der Kirche durch Dialogprozesse in Gremien nachhaltiger als im Gespräch mit dem Herrn im Tabernakel?