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    Im Blickpunkt: Forum statt Fraktionen

    Rechtzeitig zum Kongress „Freude am Glauben“ hat sich das Forum Deutscher Katholiken zu Wort gemeldet. Der Aufruf an die Gläubigen im Bistum Limburg und darüber hinaus, eine Solidaritätserklärung mit dem ins Bedrängnis geratenen Limburger Oberhirten Franz-Peter Tebartz-van Elst zu unterschreiben, ist ein Novum. Die Einschätzung des Forums Deutscher Katholiken, der Limburger Oberhirte solle wegen seiner Glaubens- und Papsttreue vertrieben werden, wird jedenfalls weit über die Reihen der Teilnehmer des Kongresses hinaus geteilt. Mehr als 1 120 Unterschriften kamen in wenigen Tagen zusammen. Unter den Laien des Bistums Limburg hat das Forum Überlegungen zu weiteren Solidaritätsbekundungen angestoßen und zum Nachdenken angeregt. Schon allein deswegen hat sich die Initiative gelohnt. Schon früher hat das Forum Deutscher Katholiken zugunsten von Bischöfen das Wort ergriffen, die öffentlicher Kritik ausgesetzt waren. Als der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa mit einem Hirtenbrief die Bedeutung der sonntäglichen Eucharistiefeier hervorhob, setzte das Forum einen Gegenakzent zu den Unterstützern der „Pfingsterklärung“.

    Rechtzeitig zum Kongress „Freude am Glauben“ hat sich das Forum Deutscher Katholiken zu Wort gemeldet. Der Aufruf an die Gläubigen im Bistum Limburg und darüber hinaus, eine Solidaritätserklärung mit dem ins Bedrängnis geratenen Limburger Oberhirten Franz-Peter Tebartz-van Elst zu unterschreiben, ist ein Novum. Die Einschätzung des Forums Deutscher Katholiken, der Limburger Oberhirte solle wegen seiner Glaubens- und Papsttreue vertrieben werden, wird jedenfalls weit über die Reihen der Teilnehmer des Kongresses hinaus geteilt. Mehr als 1 120 Unterschriften kamen in wenigen Tagen zusammen. Unter den Laien des Bistums Limburg hat das Forum Überlegungen zu weiteren Solidaritätsbekundungen angestoßen und zum Nachdenken angeregt. Schon allein deswegen hat sich die Initiative gelohnt. Schon früher hat das Forum Deutscher Katholiken zugunsten von Bischöfen das Wort ergriffen, die öffentlicher Kritik ausgesetzt waren. Als der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa mit einem Hirtenbrief die Bedeutung der sonntäglichen Eucharistiefeier hervorhob, setzte das Forum einen Gegenakzent zu den Unterstützern der „Pfingsterklärung“.

    Im Fall Limburg liegen die Dinge anders. Anders als in Augsburg steht nicht die Einzelentscheidung eines Hirten im Brennpunkt. Hier geht es um das Amtsverständnis und den Führungsstil. Bemerkenswert ist, dass die Pro- und Kontra-Stimmen in Bezug auf die Vorgänge in Limburg keineswegs die klassischen Grabenkämpfe im deutschen Katholizismus widerspiegeln. Ein Riss geht durch die alten Fraktionen. Nicht alle Soutanenträger im Bistum haben sich als loyal gegenüber ihrem Bischof erwiesen. Umgekehrt hat ein Mitglied des in wertkonservativen Kirchenkreisen durchaus skeptisch beäugten Zentralkomitees der deutschen Katholiken in diesen Tagen eine treffsichere Analyse der Situation im Bistum Limburg vorgelegt. Die Frankfurter Theologin Barbara Wieland, die auch Präsidiumsmitglied der Limburger Diözesanversammlung ist, hob hervor, Bischof Tebartz-van Elst sei ein aufmerksamer Gesprächspartner. Auch seien im Bistum nicht alle gegen ihn, nur redeten die, die für ihn sind, nicht darüber. Viele, so Frau Wieland, hätten im Bistum zur Krise beigetragen. Eine weitere Frage sei auch, ob der Bischof „sein Vertrauen im engsten Führungszirkel immer den richtigen Personen geschenkt hat und schenkt“.

    Nun bietet das Forum den Gläubigen eine Möglichkeit, sich in die Debatte einzuschalten. Sprachlos dem Gang der Dinge zuzuschauen braucht niemand.