• aktualisiert:

    Im Blickpunkt: Die Stunde der Bischöfe

    Das Jahr des Glaubens wird ein Jahr des Katechismus sein. Was immer man über die Pfarrer-Initiative hört oder noch hören wird – jetzt, wo sie sich anschickt, die Grenzen nach Deutschland zu überschreiten –, es wird höchste Zeit, ihr eine Bischofs-Initiative gegenüberzustellen. Nur so kann sichergestellt werden, wie es Benedikt XVI. in seinem Motu proprio zur Ankündigung des Glaubensjahrs formulierte, die grundlegenden Glaubensinhalte zu studieren und wieder zu entdecken, „die im Katechismus der Katholischen Kirche systematisch und organisch zusammengefasst sind. Dort leuchtet nämlich der Reichtum der Lehre auf, die die Kirche in den zweitausend Jahren ihrer Geschichte empfangen, gehütet und dargeboten hat.“ Der Papst hat das Jahr des Glaubens in Zeiten „einer tiefen Glaubenskrise, die viele Menschen befallen hat“ (Benedikt XVI.), vor allem den Bischöfen ans Herz gelegt. Sie sind die Hirten der Kirche. Und als solche haben sie jetzt die Wahl, angesichts der Ungehorsams-Initiative, die von einigen Priester-Gruppen ausgeht, in die Defensive zu gehen – mit der üblichen Begleitmusik der säkularen Medien –, oder das Gesetz des Handelns in der Hand zu behalten und selber tätig zu werden.

    Das Jahr des Glaubens wird ein Jahr des Katechismus sein. Was immer man über die Pfarrer-Initiative hört oder noch hören wird – jetzt, wo sie sich anschickt, die Grenzen nach Deutschland zu überschreiten –, es wird höchste Zeit, ihr eine Bischofs-Initiative gegenüberzustellen. Nur so kann sichergestellt werden, wie es Benedikt XVI. in seinem Motu proprio zur Ankündigung des Glaubensjahrs formulierte, die grundlegenden Glaubensinhalte zu studieren und wieder zu entdecken, „die im Katechismus der Katholischen Kirche systematisch und organisch zusammengefasst sind. Dort leuchtet nämlich der Reichtum der Lehre auf, die die Kirche in den zweitausend Jahren ihrer Geschichte empfangen, gehütet und dargeboten hat.“ Der Papst hat das Jahr des Glaubens in Zeiten „einer tiefen Glaubenskrise, die viele Menschen befallen hat“ (Benedikt XVI.), vor allem den Bischöfen ans Herz gelegt. Sie sind die Hirten der Kirche. Und als solche haben sie jetzt die Wahl, angesichts der Ungehorsams-Initiative, die von einigen Priester-Gruppen ausgeht, in die Defensive zu gehen – mit der üblichen Begleitmusik der säkularen Medien –, oder das Gesetz des Handelns in der Hand zu behalten und selber tätig zu werden.

    Da kann es nicht darum gehen, leicht gelähmt auf die Beschlusslage der Deutschen Bischofskonferenz zu schauen, deren Arbeitsstellen und Funktionäre noch vier Jahre lang mit Vertretern katholischer Gremien und Verbände einen innerkirchlichen Dialogprozess führen. Dialoge sind gut, aber die Methode der Wiederentdeckung und Vertiefung des Glaubens ist eine andere: Verkündigung. Vielmehr hat jeder Bischof in seiner Diözese ein weites Feld, auf dem er selber als der vor Ort verantwortliche Hirte das Jahr des Glaubens in einen wirklichen Aufbruch ummünzen kann. Das Brot der Neu-Evangelisierung ist hart. Von selber geschieht da gar nichts. Aber sich einfach nur den Vortrag des Pfarrers Schüller aus Wien auf dem Mannheimer Katholikentag anzuhören und dann einige defensive Erklärungen abzugeben, das wäre eben viel zu wenig. Bei Null anfangen muss man aber auch nicht. Die Instrumente liegen bereit: Der Katechismus der Katholischen Kirche und YOUCAT, das Glaubenskompendium für junge Leute. Anders als die langweiligen Strukturdebatten greifen sie die existenziellen Fragen auf, die den Menschen wirklich beschäftigen. Wo ein Bischof vorangeht und die Furchen zieht, werden ihm viele seiner Priester und Gläubigen folgen. Mit einer positiven Botschaft in die Offensive gehen – das kann man sich für das Jahr des Glaubens nur wünschen. Sonst kommen andere und untergraben die Fundamente.