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    Hüppe: Deutsches Recht hat sich bewährt

    Berlin (DT/reh) Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatter für medizinische Ethik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit, Hubert Hüppe, hat der Forderung einer ad-hoc-Gruppe der Akademie der Wissenschaften Leopoldina um den Mannheimer Medizinrechtler Jochen Taupitz nach Legalisierung einer Embryonen verbrauchenden Forschung eine Absage erteilt (DT vom 28. März). Im deutschen Recht habe sich das Verbot verbrauchender Embryonenforschung „bewährt“ und werde „von keiner ernst zu nehmenden politischen Kraft in Frage“ gestellt, so Hüppe. Dies habe Deutschland „vor Situationen wie in Großbritannien bewahrt, wo die Erlaubnis der Embryonenforschung in den ersten 14 Tagen umgekehrt dazu verpflichtet, die Forschungsembryonen nach 14 Tagen zu töten“. Der CDU-Politiker kritisiert, dass sich die Leopoldina dennoch nicht scheue, „sich für solche Menschenversuche stark zu machen und das Tötungstabu zu brechen“. Ferner bemängelt Hüppe, dass die Forscher ihre Forderung mit dem „vollmundigen Versprechen“ unterfütterten, es gehe um „völlig neue Behandlungsmöglichkeiten genetischer Erkrankungen“. Auch in den bioethischen Debatten der Vergangenheit seien immer wieder „mit großem Pathos teilweise phantastische Heilungsfantasien“ präsentiert worden, „die später wie Seifenblasen zerplatzten“. So sei etwa „zugunsten embryonaler Stammzellen“ eine „Ethik des Heilens“ ins Feld geführt worden, „die den Staat zur Legalisierung von Embryonenverbrauch ethisch verpflichte. Seit Jahren sei es aber völlig ruhig an dieser Front. Mit embryonalen Stammzellen geheilte Patienten „sind bisher nicht in Erscheinung getreten“. Daher solle man den „bioethischen Testballon“ der Gruppe um Taupitz nicht überbewerten. „Eine Legalisierung verbrauchender Embryonenforschung steht nicht zur Debatte“, so Hüppe.

    Berlin (DT/reh) Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatter für medizinische Ethik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit, Hubert Hüppe, hat der Forderung einer ad-hoc-Gruppe der Akademie der Wissenschaften Leopoldina um den Mannheimer Medizinrechtler Jochen Taupitz nach Legalisierung einer Embryonen verbrauchenden Forschung eine Absage erteilt (DT vom 28. März). Im deutschen Recht habe sich das Verbot verbrauchender Embryonenforschung „bewährt“ und werde „von keiner ernst zu nehmenden politischen Kraft in Frage“ gestellt, so Hüppe. Dies habe Deutschland „vor Situationen wie in Großbritannien bewahrt, wo die Erlaubnis der Embryonenforschung in den ersten 14 Tagen umgekehrt dazu verpflichtet, die Forschungsembryonen nach 14 Tagen zu töten“. Der CDU-Politiker kritisiert, dass sich die Leopoldina dennoch nicht scheue, „sich für solche Menschenversuche stark zu machen und das Tötungstabu zu brechen“. Ferner bemängelt Hüppe, dass die Forscher ihre Forderung mit dem „vollmundigen Versprechen“ unterfütterten, es gehe um „völlig neue Behandlungsmöglichkeiten genetischer Erkrankungen“. Auch in den bioethischen Debatten der Vergangenheit seien immer wieder „mit großem Pathos teilweise phantastische Heilungsfantasien“ präsentiert worden, „die später wie Seifenblasen zerplatzten“. So sei etwa „zugunsten embryonaler Stammzellen“ eine „Ethik des Heilens“ ins Feld geführt worden, „die den Staat zur Legalisierung von Embryonenverbrauch ethisch verpflichte. Seit Jahren sei es aber völlig ruhig an dieser Front. Mit embryonalen Stammzellen geheilte Patienten „sind bisher nicht in Erscheinung getreten“. Daher solle man den „bioethischen Testballon“ der Gruppe um Taupitz nicht überbewerten. „Eine Legalisierung verbrauchender Embryonenforschung steht nicht zur Debatte“, so Hüppe.

    Unterdessen hat Taupitz noch einmal nachgelegt. Der Zeitung „Die Welt“ sagte der Mannheimer Medizinrechtler, er halte Eingriffe in die menschliche Keimbahn in absehbarer Zeit für verantwortbar. Bislang seien die Risiken aber noch zu groß. Mit der neu entwickelten Gen-Schere rücke jedoch eine kontrollierbare und sichere Anwendung näher. Forscher gehen davon aus, dass die als „genome editing“ bezeichnete „CRISPR/Cas9“-Technologie die Gen-Therapie revolutioniere. Mit den „Gen-Scheren“ lasse sich das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen kostengünstig und effizient verändern. Taupitz sagte dazu, ein Hauptproblem der Technik seien unerwartete Nebeneffekte; durch Eingriffe an einem Gen würden bisweilen auch an anderen Stellen Dinge ungewollt verändert. Die Sicherheit dieser Methode schreite aber voran. „Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis wir das wirklich beherrschen.“ Der Medizinrechtler sprach sich erneut für eine Zulassung der Embryonenforschung für medizinische Zwecke in Deutschland aus. Dabei sollten nur „verwaiste“ Embryonen verwendet werden, die für Fortpflanzungszwecke erzeugt wurden, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht eingepflanzt wurden (Siehe auch Leitartikel Seite 2).