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    Hintergrund

    Die katholische Kirche in Pakistan wehrt sich weiter gegen das Blasphemiegesetz des Landes. Das Festhalten von Ministerpräsident Jusuf Gilani an der bestehenden Regelung sei ein deutlicher Dämpfer, sagte der Vorsitzende der nationalen Bischofskonferenz, Erzbischof Lawrence Saldanha von Lahore, am Mittwoch auf Anfrage. Das müsse man einstecken und weitermachen. Gilani hatte jeder Änderung des Gesetzes eine Absage erteilt, nachdem Papst Benedikt XVI. bei seinem traditionellen Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps eine Abschaffung gefordert hatte. „Wir sind wirklich enttäuscht“, so der Geschäftsführer von Justitia et Pax Pakistan, Peter Jacob. Gilani stehe unter politischem Druck, erklärte Jacob mit Blick auf die Nationalversammlung. Dort ist der Ministerpräsident auf die Stimmen pro-islamischer Parteien angewiesen. Das Blasphemiegesetz war durch den Fall der wegen angeblicher Schmähung des Islam zum Tode verurteilten Asia Bibi international in Kritik geraten. Pakistanische Islamisten treten für die Beibehaltung ein. Bei ihnen stieß die Mahnung des Papstes auf Proteste. Die Gruppe Jamaat-e-Islami sprach von „Einmischung in innere und religiöse Angelegenheiten Pakistans“ und eine „Aufforderung zum Kampf der Kulturen“. DT/KNA

    Die katholische Kirche in Pakistan wehrt sich weiter gegen das Blasphemiegesetz des Landes. Das Festhalten von Ministerpräsident Jusuf Gilani an der bestehenden Regelung sei ein deutlicher Dämpfer, sagte der Vorsitzende der nationalen Bischofskonferenz, Erzbischof Lawrence Saldanha von Lahore, am Mittwoch auf Anfrage. Das müsse man einstecken und weitermachen. Gilani hatte jeder Änderung des Gesetzes eine Absage erteilt, nachdem Papst Benedikt XVI. bei seinem traditionellen Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps eine Abschaffung gefordert hatte. „Wir sind wirklich enttäuscht“, so der Geschäftsführer von Justitia et Pax Pakistan, Peter Jacob. Gilani stehe unter politischem Druck, erklärte Jacob mit Blick auf die Nationalversammlung. Dort ist der Ministerpräsident auf die Stimmen pro-islamischer Parteien angewiesen. Das Blasphemiegesetz war durch den Fall der wegen angeblicher Schmähung des Islam zum Tode verurteilten Asia Bibi international in Kritik geraten. Pakistanische Islamisten treten für die Beibehaltung ein. Bei ihnen stieß die Mahnung des Papstes auf Proteste. Die Gruppe Jamaat-e-Islami sprach von „Einmischung in innere und religiöse Angelegenheiten Pakistans“ und eine „Aufforderung zum Kampf der Kulturen“. DT/KNA