• aktualisiert:

    Glosse: Wer ist die Gurkentruppe?

    Das Ergebnis des Fußballspiels Deutschland gegen Österreich am Freitagabend hätte eine schöner Einstig in diese Glosse sein können. Leider fand das Spiel nach Andruck dieser Zeitung statt. Womit der Einstieg in diese Glosse dummerweise nicht über diesen traditionsreichen Kick laufen kann. Das ist besonders schade, weil wir auch schon die Überleitung im Kopf hatten. Mit dem Hinweis auf das Wort Gurken-Truppe hätte sich nämlich eine weites Assoziationsfeld erschlossen, das uns von Spanien über Russland und dann wieder nach Berlin geführt hätte. Was hätte man da nicht alles schreiben können. All das ist leider nicht möglich. Nur weil sich der Deutsche Fußball-Bund wie auch der Rest der Welt nicht an den Druckzeiten dieser Zeitung orientiert. Deshalb wissen wir nicht, wer gestern die Gurkentruppe war, wer das Spiel vergurkt hat oder auch nicht. Darum bleiben uns sämtliche Gurken-Pointen im Hals stecken und das, obwohl die Gurke derzeit in aller Munde ist. Hoffentlich nur sprachlich, alles andere ist ja hochgefährlich. Erstaunlich deshalb die Meldung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands. Selbiger stellt wegen des aggressiven Darmkeims EHEC bisher keine grundlegenden Veränderungen im Verhalten der Gäste fest. „Vereinzelt verzichten die Gäste in den Restaurants auf die Salatbeilage oder essen gekochte Gerichte anstelle von Salaten“, sagte Dehoga-Chefin Ingrid Hartges am Freitag. Grundsätzlich sei aber festzustellen: „Die Gäste reagieren unterschiedlich, aber ruhig und besonnen.“ Hört, hört: Die Bevölkerung ist also viel besonnener als gedacht. Wer macht dann eigentlich die große Panik? Sind das die Vegetarier, die jetzt aus Gesundheitsgründen Schweineschnitzel essen? Oder die als Allesfresser bekannten Bouleverad-Medien? Auch so eine Gurkentruppe. Jens-Uwe Schmidt

    Das Ergebnis des Fußballspiels Deutschland gegen Österreich am Freitagabend hätte eine schöner Einstieg in diese Glosse sein können. Leider fand das Spiel nach Andruck dieser Zeitung statt. Womit der Einstieg in diese Glosse dummerweise nicht über diesen traditionsreichen Kick laufen kann. Das ist besonders schade, weil wir auch schon die Überleitung im Kopf hatten. Mit dem Hinweis auf das Wort Gurken-Truppe hätte sich nämlich eine weites Assoziationsfeld erschlossen, das uns von Spanien über Russland und dann wieder nach Berlin geführt hätte. Was hätte man da nicht alles schreiben können. All das ist leider nicht möglich. Nur weil sich der Deutsche Fußball-Bund wie auch der Rest der Welt nicht an den Druckzeiten dieser Zeitung orientiert. Deshalb wissen wir nicht, wer gestern die Gurkentruppe war, wer das Spiel vergurkt hat oder auch nicht. Darum bleiben uns sämtliche Gurken-Pointen im Hals stecken und das, obwohl die Gurke derzeit in aller Munde ist. Hoffentlich nur sprachlich, alles andere ist ja hochgefährlich. Erstaunlich deshalb die Meldung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands. Selbiger stellt wegen des aggressiven Darmkeims EHEC bisher keine grundlegenden Veränderungen im Verhalten der Gäste fest. „Vereinzelt verzichten die Gäste in den Restaurants auf die Salatbeilage oder essen gekochte Gerichte anstelle von Salaten“, sagte Dehoga-Chefin Ingrid Hartges am Freitag. Grundsätzlich sei aber festzustellen: „Die Gäste reagieren unterschiedlich, aber ruhig und besonnen.“ Hört, hört: Die Bevölkerung ist also viel besonnener als gedacht. Wer macht dann eigentlich die große Panik? Sind das die Vegetarier, die jetzt aus Gesundheitsgründen Schweineschnitzel essen? Oder die als Allesfresser bekannten Bouleverad-Medien? Auch so eine Gurkentruppe.