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    Glosse: Viel Dampf um nichts

    Der Juni dieses Jahres war der heißeste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880. Wie die US-Wetterbehörde NOAA mitteilte, lag die kombinierte Durchschnittstemperatur an der Land- und Meeresoberfläche bei 16,22 Grad Celsius und damit um 0,72 Grad höher als im Monatsdurchschnitt des 20. Jahrhunderts. Etwa die Hälfte davon ist allein in Bonn entstanden, wo sich im Juni rund 1 900 Delegierte aus 182 Ländern zu der zwölftägigen Klima-Frühjahrskonferenz der UN getroffen und viel heiße Luft produziert hatten. So dauerte es elf Tage, bis sich die Delegierten mehrheitlich dazu entschließen konnten, nichts zu beschließen, sondern eine Arbeitsgruppe einzurichten. Deren Aufgabe ist es zu überprüfen, ob das 1995 vom Weltklimarat beschlossene Ziel, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, möglicherweise erhöht werden muss – schließlich, so die Befürchtung, sei mit den 0,72 Grad fast die Hälfte davon bereits heute erreicht, so dass sich schon die Frage stelle, ob die Delegierten ihre jährlichen Treffen in aller Herren Länder dann noch fortsetzen könnten. „Der nächste Klimagipfel ist doch in Lima“, betonte ein Teilnehmer in Bonn, „es wäre schade, wenn der ausfiele.“ Tatsächlich treffen sich die Delegierten im Dezember in der Hauptstadt von Peru. Dort ist das Wetter um diese Jahreszeit ähnlich angenehm wie in Katar, Südafrika und Mexiko, alles Gastgeberländer der vergangenen Jahre. Schön war auch die Klimakonferenz auf Bali, wo 11 000?? Delegierte das subtropische Klima und das exotische Essen genossen. Im polnischen Posen dagegen war es bitterkalt, und in Bonn, na ja, in Bonn soll es Dampfnudeln gegeben haben. Ausgerechnet Dampfnudeln!

    Der Juni dieses Jahres war der heißeste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880. Wie die US-Wetterbehörde NOAA mitteilte, lag die kombinierte Durchschnittstemperatur an der Land- und Meeresoberfläche bei 16,22 Grad Celsius und damit um 0,72 Grad höher als im Monatsdurchschnitt des 20. Jahrhunderts. Etwa die Hälfte davon ist allein in Bonn entstanden, wo sich im Juni rund 1 900 Delegierte aus 182 Ländern zu der zwölftägigen Klima-Frühjahrskonferenz der UN getroffen und viel heiße Luft produziert hatten. So dauerte es elf Tage, bis sich die Delegierten mehrheitlich dazu entschließen konnten, nichts zu beschließen, sondern eine Arbeitsgruppe einzurichten. Deren Aufgabe ist es zu überprüfen, ob das 1995 vom Weltklimarat beschlossene Ziel, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, möglicherweise erhöht werden muss – schließlich, so die Befürchtung, sei mit den 0,72 Grad fast die Hälfte davon bereits heute erreicht, so dass sich schon die Frage stelle, ob die Delegierten ihre jährlichen Treffen in aller Herren Länder dann noch fortsetzen könnten. „Der nächste Klimagipfel ist doch in Lima“, betonte ein Teilnehmer in Bonn, „es wäre schade, wenn der ausfiele.“ Tatsächlich treffen sich die Delegierten im Dezember in der Hauptstadt von Peru. Dort ist das Wetter um diese Jahreszeit ähnlich angenehm wie in Katar, Südafrika und Mexiko, alles Gastgeberländer der vergangenen Jahre. Schön war auch die Klimakonferenz auf Bali, wo 11 000?? Delegierte das subtropische Klima und das exotische Essen genossen. Im polnischen Posen dagegen war es bitterkalt, und in Bonn, na ja, in Bonn soll es Dampfnudeln gegeben haben. Ausgerechnet Dampfnudeln!