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    Glosse: Neues aus dem Neuland

    Es gibt Sätze, die … wie soll man sagen … ach was, lesen Sie selbst: „Die positive Wirkung der Digitalisierung wird sich nur entfalten, wenn dieser Wandel in der Mitte der Gesellschaft verankert ist und von allen gesellschaftlichen Gruppen angenommen und aktiv mitgestaltet wird.“ Es ist ein Satz aus der brandneuen „Digitalen Agenda 2014–2017“, und mit diesen Worten ruft die Bundesregierung dem Volk unmissverständlich zu: Liebe Bevölkerungsteilnehmer, habt keine Angst, das Internet ist zwar chaotisch und macht, was es will, aber wir werden dieses Monstrum zähmen und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Und dann erklärt die Bundesregierung auf vielen, vielen Seiten, worum es in Zukunft eigentlich geht. Zum Beispiel darum, dass „die Mobilität der Menschen zunehmend durch digitale Infrastrukturen unterstützt“ wird. Denn ja, liebe Bundessurfer, „wir erhalten Zugriff auf Apps, ermitteln vor Ort die beste Verkehrsverbindung mit Bus und Bahn oder den kürzesten Weg zur nächsten Bank“. Ist das zu glauben? Eine App! Vor Ort! Mit dem Bus zur Bank! Einfach so! Doch es kommt noch besser: „Künftig wird die Kommunikation zwischen Autos untereinander sowie zwischen Autos und anderen Einrichtungen noch verstärkt – und warnt vor Staus, Geisterfahrern oder anderen Sicherheitsrisiken.“ Potzblitz! Dieser Service funktio-niert natürlich nur, warnt die Regierung, wenn wir unsere „intelligent vernetzten Verkehrssysteme weiter ausbauen“. Deshalb ist das Internet ja beim Verkehrsministerium angesiedelt. Dessen Experten arbeiten übrigens eifrig daran, dass bald alle deutschen Haushalte ein WLAN-Kabel haben und Ausländer Maut bezahlen, wenn sie nach Deutschland reinsurfen.

    Es gibt Sätze, die … wie soll man sagen … ach was, lesen Sie selbst: „Die positive Wirkung der Digitalisierung wird sich nur entfalten, wenn dieser Wandel in der Mitte der Gesellschaft verankert ist und von allen gesellschaftlichen Gruppen angenommen und aktiv mitgestaltet wird.“ Es ist ein Satz aus der brandneuen „Digitalen Agenda 2014–2017“, und mit diesen Worten ruft die Bundesregierung dem Volk unmissverständlich zu: Liebe Bevölkerungsteilnehmer, habt keine Angst, das Internet ist zwar chaotisch und macht, was es will, aber wir werden dieses Monstrum zähmen und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Und dann erklärt die Bundesregierung auf vielen, vielen Seiten, worum es in Zukunft eigentlich geht. Zum Beispiel darum, dass „die Mobilität der Menschen zunehmend durch digitale Infrastrukturen unterstützt“ wird. Denn ja, liebe Bundessurfer, „wir erhalten Zugriff auf Apps, ermitteln vor Ort die beste Verkehrsverbindung mit Bus und Bahn oder den kürzesten Weg zur nächsten Bank“. Ist das zu glauben? Eine App! Vor Ort! Mit dem Bus zur Bank! Einfach so! Doch es kommt noch besser: „Künftig wird die Kommunikation zwischen Autos untereinander sowie zwischen Autos und anderen Einrichtungen noch verstärkt – und warnt vor Staus, Geisterfahrern oder anderen Sicherheitsrisiken.“ Potzblitz! Dieser Service funktio-niert natürlich nur, warnt die Regierung, wenn wir unsere „intelligent vernetzten Verkehrssysteme weiter ausbauen“. Deshalb ist das Internet ja beim Verkehrsministerium angesiedelt. Dessen Experten arbeiten übrigens eifrig daran, dass bald alle deutschen Haushalte ein WLAN-Kabel haben und Ausländer Maut bezahlen, wenn sie nach Deutschland reinsurfen.