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    Glosse: Die EU und der kalte Kaffee

    Das menschliche Leben – im Alten Testament wird es als „Tal der Tränen“ bezeichnet, als dürres, wasserarmes Gebiet, welches das Volk Gottes und jeder einzelne Gläubige zu durchschreiten hat. Wer von uns Heutigen wüsste dies nicht – gerade zur Fastenzeit. Auf manche Annehmlichkeiten verzichtet man, um sich der vollkommenen Entäußerung des Gottessohnes wenigstens ein bisschen anzugleichen. Die einzige Ausnahme, gerade für Christen mit niedrigem Blutdruck, kann dann eine gelegentliche Tasse Kaffee sein. Die verwöhnt zwar, liefert dafür aber auch neue Energien. Eine echte Arbeits- und Gebetserleichterung. Kaffee, wenn er mit einer traditionellen Filterkaffeemaschine mit Warmhalte-Funktion gekocht wird, verbraucht allerdings auch Energien. Weshalb die EU-Kommission – immer den Schutz des Weltklimas vor Augen – eine Regelung verabschiedet hat, welche vorsieht, dass ab Januar 2015 alle Kaffeemaschinen eine Abschaltautomatik besitzen sollen. Fünf Minuten nach dem Brühvorgang gehen demnach die Kaffeekocher-Lichter aus. Die dürre, kaffeearme Zeit – ein echtes, zukünftiges Fastenopfer, sogar für jeden Tag im Jahr. Doch wir wollen nach all den Glühbirnen- oder Staubsauger-Verboten und angetrieben vom Geist des Opfers nicht erneut über die Regulierungswut der EU schimpfen. Wir stellen uns lieber vor, wieviel Gutes diese Institution bewirken könnte, wenn sie dem Schutz des Lebens und der Seelen eine ebenso große Aufmerksamkeit widmen würde, wie dem kalten Kaffee und der Rettung des Klimas beim Frühstück. Stefan Meetschen

    Das menschliche Leben – im Alten Testament wird es als „Tal der Tränen“ bezeichnet, als dürres, wasserarmes Gebiet, welches das Volk Gottes und jeder einzelne Gläubige zu durchschreiten hat. Wer von uns Heutigen wüsste dies nicht – gerade zur Fastenzeit. Auf manche Annehmlichkeiten verzichtet man, um sich der vollkommenen Entäußerung des Gottessohnes wenigstens ein bisschen anzugleichen. Die einzige Ausnahme, gerade für Christen mit niedrigem Blutdruck, kann dann eine gelegentliche Tasse Kaffee sein. Die verwöhnt zwar, liefert dafür aber auch neue Energien. Eine echte Arbeits- und Gebetserleichterung. Kaffee, wenn er mit einer traditionellen Filterkaffeemaschine mit Warmhalte-Funktion gekocht wird, verbraucht allerdings auch Energien. Weshalb die EU-Kommission – immer den Schutz des Weltklimas vor Augen – eine Regelung verabschiedet hat, welche vorsieht, dass ab Januar 2015 alle Kaffeemaschinen eine Abschaltautomatik besitzen sollen. Fünf Minuten nach dem Brühvorgang gehen demnach die Kaffeekocher-Lichter aus. Die dürre, kaffeearme Zeit – ein echtes, zukünftiges Fastenopfer, sogar für jeden Tag im Jahr. Doch wir wollen nach all den Glühbirnen- oder Staubsauger-Verboten und angetrieben vom Geist des Opfers nicht erneut über die Regulierungswut der EU schimpfen. Wir stellen uns lieber vor, wieviel Gutes diese Institution bewirken könnte, wenn sie dem Schutz des Lebens und der Seelen eine ebenso große Aufmerksamkeit widmen würde, wie dem kalten Kaffee und der Rettung des Klimas beim Frühstück.