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    Glosse: Der freundliche Geheimdienst

    Wir Deutsche leben in herrlichen Zeiten. Endlich erhalten wir die Aufmerksamkeit, die wir uns immer gewünscht haben. Und das, ganz ohne uns bei „Deutschland sucht den Superstar“, „Germany's next Topmodel“ oder anderen Formaten des Unterschichten-Fernsehens erst bewerben zu müssen. Dank „Prism“ und „Tempora“ interessieren sich jetzt sogar die US-amerikanische „National Security Agency“ (NSA) und das britische „Government Communications Headquarters“ (GCHQ) für uns. Dort kennt man uns inzwischen nicht nur mit Namen, sondern auch unsere E-Mail-Adressen, Handynummern und Bankverbindungen. Nebst den dazugehörigen Passwörtern und „Geheimzahlen“ versteht sich. Toll, was die Dienste dank Technik heute alles vermögen. Wie immer bei technischen Neuerungen zeigt sich jedoch bedauerlicherweise noch nicht jeder in gleichem Maße erfreut darüber, dass er im digitalen Zeitalter für die befreundeten Geheimdienste in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf den Britischen Inseln so durchschaubar wie Plexiglas geworden ist, haben NSA und GCHQ derzeit in Deutschland ein kleines Image-Problem. Dem ließe sich freilich schnell abhelfen. Nötig wären dazu nur ein wenig mehr Kundenorientierung und Servicebereitschaft. So könnten NSA und GCHQ etwa nach dem Motto „teile und herrsche!“ eine Servicehotline für Computerbesitzer einrichten und am Boden zerstörten Nutzern die bei einem Festplattencrash verloren gegangenen Daten völlig unbürokratisch und kostenlos wieder aufspielen. Stefan Rehder

    Wir Deutsche leben in herrlichen Zeiten. Endlich erhalten wir die Aufmerksamkeit, die wir uns immer gewünscht haben. Und das, ganz ohne uns bei „Deutschland sucht den Superstar“, „Germany's next Topmodel“ oder anderen Formaten des Unterschichten-Fernsehens erst bewerben zu müssen. Dank „Prism“ und „Tempora“ interessieren sich jetzt sogar die US-amerikanische „National Security Agency“ (NSA) und das britische „Government Communications Headquarters“ (GCHQ) für uns. Dort kennt man uns inzwischen nicht nur mit Namen, sondern auch unsere E-Mail-Adressen, Handynummern und Bankverbindungen. Nebst den dazugehörigen Passwörtern und „Geheimzahlen“ versteht sich. Toll, was die Dienste dank Technik heute alles vermögen. Wie immer bei technischen Neuerungen zeigt sich jedoch bedauerlicherweise noch nicht jeder in gleichem Maße erfreut darüber, dass er im digitalen Zeitalter für die befreundeten Geheimdienste in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf den Britischen Inseln so durchschaubar wie Plexiglas geworden ist, haben NSA und GCHQ derzeit in Deutschland ein kleines Image-Problem. Dem ließe sich freilich schnell abhelfen. Nötig wären dazu nur ein wenig mehr Kundenorientierung und Servicebereitschaft. So könnten NSA und GCHQ etwa nach dem Motto „teile und herrsche!“ eine Servicehotline für Computerbesitzer einrichten und am Boden zerstörten Nutzern die bei einem Festplattencrash verloren gegangenen Daten völlig unbürokratisch und kostenlos wieder aufspielen.