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    Glosse: Das Geheimnis dieses Papstes

    Wussten Sie schon, dass Papst Benedikt mit einem Krokodil nach Kuba reist? Genau, es ist jenes possierliche Reptil, dem der Heilige Vater bei einer Generalaudienz im Januar seinen Segen gab und das jetzt in der kubanischen Heimat auf die normale Länge von 3,50 Metern heranwachsen darf (siehe Seite 8). Aber auch andere Anekdoten umranken den Theologenpapst. Etwa dass Kirchzartener Feuerwehrleute mit einer fünf Meter langen und 140 Kilo schweren Holzbank gestern in der Audienzhalle auftauchten, um diese persönlich Benedikt XVI. vor die Füße zu stellen. Es ist eine der fünfhundert „Papstbänke“, die beim Papstgottesdienst vergangenes Jahr in Freiburg zum Einsatz kamen. Dass die in der Emilia Romagna wirkende Star-Parfümistin Silvana Casoli ein eigenes Rasierwasser für Papst Benedikt kreiert hat, dessen Essenzen einen betörenden Hauch von Wald und Musik verbreiten und das exklusiv nur in den Apostolischen Palast nach Rom geliefert wird, wusste jetzt die römische Tageszeitung „Il Messagero“ zu berichten. Doch da sollte die Fachwelt nun wirklich aufhorchen: Einen Herrenduft, der Musik verbreitet, der ahnen lässt, wie kostbar eine edle Komposition erklingt – sei es Mozart, sei es Chopin. Wäre das nicht eine sanfte Revolution, die endgültig die plärrenden Smartphones und i-Pods aus den U-Bahnen und Zügen vertreibt. Und die die lästigen Schnürchen für den Ohrstöpsel überflüssig macht? Statt sich digital mit unterschwellig vibrierenden Basstönen zu quälen, verbreiten Frauen wie Männer einen Duft, der beschwingte Musik verspüren lässt – eine Symphonie des guten Klangs, die Wartesäle und Verkehrsmittel in Konzerträume verwandelt. Das Geheimnis ist geknackt, Musik gibt es auch als Duft. Den Papst beschwingt es täglich – folgen wir ihm nach. Guido Horst

    Wussten Sie schon, dass Papst Benedikt mit einem Krokodil nach Kuba reist? Genau, es ist jenes possierliche Reptil, dem der Heilige Vater bei einer Generalaudienz im Januar seinen Segen gab und das jetzt in der kubanischen Heimat auf die normale Länge von 3,50 Metern heranwachsen darf (siehe Seite 8). Aber auch andere Anekdoten umranken den Theologenpapst. Etwa dass Kirchzartener Feuerwehrleute mit einer fünf Meter langen und 140 Kilo schweren Holzbank gestern in der Audienzhalle auftauchten, um diese persönlich Benedikt XVI. vor die Füße zu stellen. Es ist eine der fünfhundert „Papstbänke“, die beim Papstgottesdienst vergangenes Jahr in Freiburg zum Einsatz kamen. Dass die in der Emilia Romagna wirkende Star-Parfümistin Silvana Casoli ein eigenes Rasierwasser für Papst Benedikt kreiert hat, dessen Essenzen einen betörenden Hauch von Wald und Musik verbreiten und das exklusiv nur in den Apostolischen Palast nach Rom geliefert wird, wusste jetzt die römische Tageszeitung „Il Messagero“ zu berichten. Doch da sollte die Fachwelt nun wirklich aufhorchen: Einen Herrenduft, der Musik verbreitet, der ahnen lässt, wie kostbar eine edle Komposition erklingt – sei es Mozart, sei es Chopin. Wäre das nicht eine sanfte Revolution, die endgültig die plärrenden Smartphones und i-Pods aus den U-Bahnen und Zügen vertreibt. Und die die lästigen Schnürchen für den Ohrstöpsel überflüssig macht? Statt sich digital mit unterschwellig vibrierenden Basstönen zu quälen, verbreiten Frauen wie Männer einen Duft, der beschwingte Musik verspüren lässt – eine Symphonie des guten Klangs, die Wartesäle und Verkehrsmittel in Konzerträume verwandelt. Das Geheimnis ist geknackt, Musik gibt es auch als Duft. Den Papst beschwingt es täglich – folgen wir ihm nach.