• aktualisiert:

    Glosse: Bayreuth oder Glossengeld

    Das Leben schreibt die schönsten Glossen. Zum Beispiel das von Katharina Wagner. Die verflucht nämlich ihren Urgroßvater Richard Wagner täglich dafür, das berühmte Festspielhaus in der fränkischen Provinz Bayreuth gebaut zu haben. Sagt sie jedenfalls dem Nachrichtenmagazin (!) „Der Spiegel“. Und der Grund? „Alles ist so schwer zu erreichen.“ – „Ja Mädel“, ist man da versucht, unangemessen uncharmant zu entgegnen: „Dann mach' halt den Führerschein oder wenn Du ihn hast, dann kauf' Dir ein gscheits Auto, oder bau' Dir einen Hubschrauberlandeplatz, oder mach' einen Fallschirmspringerkurs oder miete Dir einen ICE, aber erzähl' nicht so einen Schmarrn.“ Oder wo sonst hätte man denn das Festspielhaus hinbauen sollen, verehrtes Fräulein Größenspießerwahn? Zu den Preußen, nach Berlin, damit es Frau Honorarprofessor für Regie nicht mehr so weit hat an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“? Gott behüte, oder nach Karl Kraus: „Weiber sind Grenzfälle.“

    Das Leben schreibt die schönsten Glossen. Zum Beispiel das von Katharina Wagner. Die verflucht nämlich ihren Urgroßvater Richard Wagner täglich dafür, das berühmte Festspielhaus in der fränkischen Provinz Bayreuth gebaut zu haben. Sagt sie jedenfalls dem Nachrichtenmagazin (!) „Der Spiegel“. Und der Grund? „Alles ist so schwer zu erreichen.“ – „Ja Mädel“, ist man da versucht, unangemessen uncharmant zu entgegnen: „Dann mach' halt den Führerschein oder wenn Du ihn hast, dann kauf' Dir ein gscheits Auto, oder bau' Dir einen Hubschrauberlandeplatz, oder mach' einen Fallschirmspringerkurs oder miete Dir einen ICE, aber erzähl' nicht so einen Schmarrn.“ Oder wo sonst hätte man denn das Festspielhaus hinbauen sollen, verehrtes Fräulein Größenspießerwahn? Zu den Preußen, nach Berlin, damit es Frau Honorarprofessor für Regie nicht mehr so weit hat an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“? Gott behüte, oder nach Karl Kraus: „Weiber sind Grenzfälle.“

    Apropos. Da hat gerade Franziska von Almsick angekündigt, dass sie mit 34 das Abitur nachholen möchte. Und das Ganze, um – aufgepasst –, ihrem fünfjährigen Sohn nicht gleich das gesamte Leben versauen zu müssen: „Wenn ich dem eines Tages predigen werde, er solle sein Abi machen, möchte ich glaubwürdig sein. Und wenn er in die Oberstufe kommt, will ich ihm notfalls auch noch bei den Hausaufgaben helfen können.“ In Mathe sei sie keine Leuchte, Geschichte dagegen ihr Lieblingsfach, bekennt die in der DDR aufgewachsene Ost-Berlinerin. Schließlich wolle sie schon genauer wissen, „warum Honecker gehen musste und die Mauer fiel“. Oha. Armer Sohn.

    Oder vielleicht sollte das Bundesfamilienministerium Mutter von Almsick einfach mal 150 Euro Glossengeld überweisen?