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    Glosse: Bald ist Weihnachten

    Es sei bald Weihnachten. Meint der Zelebrant einer Berliner Pfarrei in den Vermeldungen „zur kommenden Woche“. Hatte ich was verpasst? Zwei Monate verschlafen? Nein, alles sprach dafür, dass wir mitten im Oktober stehen. Das Laub im Hof, die nicht anwesenden, da in den Herbstferien weilenden Lehrerfamilien, der Blick auf den Kalender. Kein Zweifel: Oktober. Freilich: „Bald“ ist relativ, je nachdem, ob es um die Ankunft eines Linienbusses geht oder um die eines Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde. Oder um Weihnachten. Da lächelt der Einzelhandel nur gequält, wenn Kirche Mitte Oktober vom baldigen Erscheinen des Herrn spricht. Dort ist derzeit die erste Zwischenbilanz in Sachen Dominosteinabsatz fällig. Was an manchem sonnigen Septembertag schon an Lebkuchen verkauft wurde, reichte in früheren Generationen für die Zeit von Heilig Abend bis Mariä Lichtmess. Wobei es in des Pfarrers Worten nun auch nicht direkt um die theologische Bedeutung des Weihnachtsfestes ging, sondern um Baumspenden und Sonderproben des Kirchenchors. Also: Um die Festvorbereitung. Und dafür wird es nun wirklich allerhöchste Zeit. Soll das Weihnachtsoratorium oder der Weihnachtsteil aus dem Messias einigermaßen sicher stehen, ist auch die Christmette 2019 schon „bald“. Alles ist relativ. Doch abgesehen von der hohen Kirchenkunst: Keine Panik! Auch wenn in wenigen Tagen die ersten Weihnachtsmärkte ihre Hütten öffnen und wie alle Jahre wieder schon am frühen Vormittag zum sozial akzeptierten Alkoholkonsum einladen, gibt es noch genug Zeit, die wichtigsten Vorbereitungen zu treffen. Ich meine, so unter uns gesagt: Die meisten Geschenke hat man ja ohnehin schon, nicht wahr? Wie, bitte? Noch nicht? Na, dann aber schnell! Denken Sie daran: Weihnachten kommt! Bald. Josef Bordat

    Es sei bald Weihnachten. Meint der Zelebrant einer Berliner Pfarrei in den Vermeldungen „zur kommenden Woche“. Hatte ich was verpasst? Zwei Monate verschlafen? Nein, alles sprach dafür, dass wir mitten im Oktober stehen. Das Laub im Hof, die nicht anwesenden, da in den Herbstferien weilenden Lehrerfamilien, der Blick auf den Kalender. Kein Zweifel: Oktober. Freilich: „Bald“ ist relativ, je nachdem, ob es um die Ankunft eines Linienbusses geht oder um die eines Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde. Oder um Weihnachten. Da lächelt der Einzelhandel nur gequält, wenn Kirche Mitte Oktober vom baldigen Erscheinen des Herrn spricht. Dort ist derzeit die erste Zwischenbilanz in Sachen Dominosteinabsatz fällig. Was an manchem sonnigen Septembertag schon an Lebkuchen verkauft wurde, reichte in früheren Generationen für die Zeit von Heilig Abend bis Mariä Lichtmess. Wobei es in des Pfarrers Worten nun auch nicht direkt um die theologische Bedeutung des Weihnachtsfestes ging, sondern um Baumspenden und Sonderproben des Kirchenchors. Also: Um die Festvorbereitung. Und dafür wird es nun wirklich allerhöchste Zeit. Soll das Weihnachtsoratorium oder der Weihnachtsteil aus dem Messias einigermaßen sicher stehen, ist auch die Christmette 2019 schon „bald“. Alles ist relativ. Doch abgesehen von der hohen Kirchenkunst: Keine Panik! Auch wenn in wenigen Tagen die ersten Weihnachtsmärkte ihre Hütten öffnen und wie alle Jahre wieder schon am frühen Vormittag zum sozial akzeptierten Alkoholkonsum einladen, gibt es noch genug Zeit, die wichtigsten Vorbereitungen zu treffen. Ich meine, so unter uns gesagt: Die meisten Geschenke hat man ja ohnehin schon, nicht wahr? Wie, bitte? Noch nicht? Na, dann aber schnell! Denken Sie daran: Weihnachten kommt! Bald. Josef Bordat