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    Glosse: Achtung Gänseknappheit

    Derzeit kursiert das von einem Einzelhändler für Medienbedarf gezielt gestreute Gerücht, Weihnachten werde unter dem Baum entschieden. Dagegen melden wir erhebliche Zweifel an. Uns liegen gesicherte Informationen vor, die darauf hindeuten, dass Weihnachten entweder bereits vor langer Zeit entschieden worden ist oder aber, woanders entschieden wird. Christliche Kreise teilten auf Anfrage mit, man sehe in dieser Angelegenheit überhaupt keinen Entscheidungsbedarf. Christen glaubten seit nunmehr über 2000 Jahren daran, dass Gott Mensch geworden ist. Somit sei doch wohl alles entschieden.

    Derzeit kursiert das von einem Einzelhändler für Medienbedarf gezielt gestreute Gerücht, Weihnachten werde unter dem Baum entschieden. Dagegen melden wir erhebliche Zweifel an. Uns liegen gesicherte Informationen vor, die darauf hindeuten, dass Weihnachten entweder bereits vor langer Zeit entschieden worden ist oder aber, woanders entschieden wird. Christliche Kreise teilten auf Anfrage mit, man sehe in dieser Angelegenheit überhaupt keinen Entscheidungsbedarf. Christen glaubten seit nunmehr über 2000 Jahren daran, dass Gott Mensch geworden ist. Somit sei doch wohl alles entschieden.

    Wirklich alles? Zweifel scheinen auch hier angebracht zu sein. Jedenfalls wenn man das Epizentrum des weihnachtlichen Wohlbefindens vom Christbaum weg in die Küche verlagert. Experten zufolge haben wir nämlich allen Grund, uns um den diesjährigen Festtagsschmaus zu sorgen. Sie schätzen die Situation sogar als derart bedrohlich ein, dass sie den mediengerechten „Braten-Alarm“ erstens erfunden und zweitens auch gleich ausgelöst haben. Wer also mit anderen Worten noch immer an der Menüfolge tüftelt und zwischen Gans und Karpfen schwankt, sollte seine Entscheidung nicht länger hinauszögern. Sonst könnte es sein, dass die Pfanne leer bleibt. Denn in diesem Jahr, und das ist kein Beitrag aus der Gerüchteküche, herrscht Gänseknappheit.

    Trotzdem sollte niemand in Panik verfallen. Auf keinen Fall darf der Braten-Alarm über Facebook, dem internationalen Fach- und Flachportal für Flashmobbing, verbreitet werden. Dann wäre nicht nur die öffentliche Ordnung in Gefahr, sondern die gesamte Spezies Weihnachtsgans gleich mit, und vermutlich wären im nächsten Jahr die Karpfen an der Reihe.