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    Glosse: Ach Du lieber Prinz Harry

    „Ach du lieber Harry“ war die erfolgreichste deutsche Komödie des Jahres 1981 – der Kinostartschuss für den Fernsehkomiker Dieter Hallervorden. Den Inhalt des Films fasst das Lexikon des Internationalen Films zusammen: „Ein aus Klamauk, Geschmacklosigkeiten und Grimassenkomik bestehendes, bemühtes Grotesk-Lustspiel für bescheidene Ansprüche.“ Ein Schelm, wer dabei nicht an Henry Charles Albert David Mountbatten-Windsor, genannt Prinz Harry von Wales, denken müsste, der neben der Erledigung königlicher Pflichten die Weltöffentlichkeit seit einigen Jahren mit Klamauk zu unterhalten versteht. Drogen und Alkohol während der Schulzeit, Hakenkreuz-Auftritte während der Offiziersausbildung. Nach seiner Beförderung zum Hubschrauber-Captain im April 2012 jetzt also Nacktfotos. Aufgenommen in einem Hotel in Las Vegas.

    „Ach du lieber Harry“ war die erfolgreichste deutsche Komödie des Jahres 1981 – der Kinostartschuss für den Fernsehkomiker Dieter Hallervorden. Den Inhalt des Films fasst das Lexikon des Internationalen Films zusammen: „Ein aus Klamauk, Geschmacklosigkeiten und Grimassenkomik bestehendes, bemühtes Grotesk-Lustspiel für bescheidene Ansprüche.“ Ein Schelm, wer dabei nicht an Henry Charles Albert David Mountbatten-Windsor, genannt Prinz Harry von Wales, denken müsste, der neben der Erledigung königlicher Pflichten die Weltöffentlichkeit seit einigen Jahren mit Klamauk zu unterhalten versteht. Drogen und Alkohol während der Schulzeit, Hakenkreuz-Auftritte während der Offiziersausbildung. Nach seiner Beförderung zum Hubschrauber-Captain im April 2012 jetzt also Nacktfotos. Aufgenommen in einem Hotel in Las Vegas.

    Ob die vom Prinzen angekündigte Konsequenz, die Löschung seines unter Pseudonym geführten Facebook-Profils, zukünftig Schlimmeres verhindern kann? Digitale statt innere Wandlung, das verspricht wenig Nachhaltiges.

    Dabei täte dem jungen Mann ein radikaler Image-Wandel extrem gut. Vom Saulus zum Paulus, vom Harry zum Henry – wäre das nicht der richtige Weg? Tatsächlich scheint auf dem Namen Harry ein Fluch zu liegen, der nicht nur dem Komiker Hallervorden, sondern womöglich schon den „Dirty Harry“-Filmen mit Clint Eastwood geschuldet ist. Knallharter Kinostoff, in dem kaum eine Sequenz ohne Blutvergießen vergeht. Selbst modisch unerschrockene Eltern präferieren inzwischen andere Taufnamen für ihre Kinder. Trotz Harry-Potter-Begeisterung. Also, kleiner Prinz, zurück auf Los und mit Henry neu durchstarten. Geht das auch schief, bleiben immer noch Charles, Albert oder David.