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    Gewalt überschattet Weihnachtsfreude

    Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, hat am Donnerstag vor Journalisten Bilanz für das Jahr 2012 gezogen. Anlässlich seiner vorweihnachtlichen Pressekonferenz in seinem Jerusalemer Amtssitz sagte das Oberhaupt der lateinischen Kirche im Heiligen Land, dass ihn die Situation im Nahen Osten insgesamt ratlos zurücklasse. „Die Weihnachtsfreude ist getrübt angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien. Wir sind voller Mitgefühl für die Opfer und unterstützen als Kirche aktiv die Aufnahme von 250 000 syrischen Flüchtlingen in Jordanien“, so Twal. Der Patriarch betonte weiter, dass die Palästinafrage die Wurzel aller Konflikte in der Region sei. Ausdrücklich begrüße er deshalb die Aufwertung Palästinas zum Beobachter-Staat bei den Vereinten Nationen Ende November als einen Schritt in Richtung Frieden und Stabilität in der Region. Wörtlich sagte Twal: „Israel kann jetzt von Staat zu Staat zum Wohle aller verhandeln. Es ist dringend nötig, eine gerechte und friedliche Lösung der Palästinafrage zu finden.“ US-Präsident Obamas zweite Amtszeit müsse ihn dazu bringen, sich ohne Zögern für die Zwei-Staaten-Lösung einzusetzen. Der Patriarch erinnerte zudem an seinen Besuch in Gaza am dritten Adventssonntag. Er verurteilte die Lage der dortigen Bevölkerung. Die massiven Beschränkungen infolge der israelischen Blockade des Gebietes führten zu unmenschlichen Lebensbedingungen für die 1,6 Millionen Menschen und zu Hass und Feindschaft gegenüber Israel.

    Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, hat am Donnerstag vor Journalisten Bilanz für das Jahr 2012 gezogen. Anlässlich seiner vorweihnachtlichen Pressekonferenz in seinem Jerusalemer Amtssitz sagte das Oberhaupt der lateinischen Kirche im Heiligen Land, dass ihn die Situation im Nahen Osten insgesamt ratlos zurücklasse. „Die Weihnachtsfreude ist getrübt angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien. Wir sind voller Mitgefühl für die Opfer und unterstützen als Kirche aktiv die Aufnahme von 250 000 syrischen Flüchtlingen in Jordanien“, so Twal. Der Patriarch betonte weiter, dass die Palästinafrage die Wurzel aller Konflikte in der Region sei. Ausdrücklich begrüße er deshalb die Aufwertung Palästinas zum Beobachter-Staat bei den Vereinten Nationen Ende November als einen Schritt in Richtung Frieden und Stabilität in der Region. Wörtlich sagte Twal: „Israel kann jetzt von Staat zu Staat zum Wohle aller verhandeln. Es ist dringend nötig, eine gerechte und friedliche Lösung der Palästinafrage zu finden.“ US-Präsident Obamas zweite Amtszeit müsse ihn dazu bringen, sich ohne Zögern für die Zwei-Staaten-Lösung einzusetzen. Der Patriarch erinnerte zudem an seinen Besuch in Gaza am dritten Adventssonntag. Er verurteilte die Lage der dortigen Bevölkerung. Die massiven Beschränkungen infolge der israelischen Blockade des Gebietes führten zu unmenschlichen Lebensbedingungen für die 1,6 Millionen Menschen und zu Hass und Feindschaft gegenüber Israel.

    Entschieden verurteilte Twal auch die wiederholten Attacken auf religiöse Einrichtungen im Heiligen Land. Eine an die anwesenden Journalisten ausgeteilte Übersicht listete mehr als dreißig solcher seit November 2011 begangener vandalischer Übergriffe auf Moscheen, Synagogen sowie kirchliche Einrichtungen auf. „Das Übel muss an der Wurzel ausgerottet werden, indem wir unsere Jugend in allen Schulen zu Toleranz und Respekt erziehen“, so Twal. Er hoffe, dass die Behörden genug unternähmen, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Zu den positiven Entwicklungen rechnete er verschiedene ökumenische und interreligiöse Konferenzen und Initiativen, darunter die Einführung eines gemeinsamen Osterfesttermins von Katholiken und Orthodoxen im Heiligen Land. Auf vielfachen Wunsch der Gläubigen habe die katholische Ordinarienkonferenz diesen Schritt beschlossen. Erstmals feiern Katholiken und Orthodoxe damit am 5. Mai 2013 das Osterfest gemäß dem julianischen Kalender der Orthodoxie. Ausgenommen sind Jerusalem und Bethlehem, wo in den Kirchen der Status quo gelte und ein großer Zustrom von Pilgern bestehe. Es stehe noch eine Bestätigung des Heiligen Stuhls aus, um den neuen Osterfesttermin ab 2014 dauerhaft einzuführen. Die orthodoxe Hierarchie, so Twal, habe auf diese Initiative der katholischen Kirche bislang nicht reagiert. Zustimmung sei indes von den orthodoxen Gläubigen gekommen. Der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesende Jerusalemer Weihbischof William Shomali betonte, dass die Zusammenlegung der Osterfesttermine als Versuch gesehen werden könne, das von Papst Benedikt XVI. im September erlassene Apostolische Schreiben „Ecclesia in Medio Oriente“ umzusetzen. Der Patriarch hob weiter hervor, dass sich die christliche Abwanderung aus dem Heiligen Land zu verlangsamen scheine. Ein Bürger des Heiligen Landes zu sein sei eine Berufung, die Opfer und Herausforderungen beinhalte, so Twal.