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    Gastkommentar: Die Union muss ihr Profil schärfen

    Die bittere Wahlniederlage der CDU/CSU mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis zeigt, dass die Union das Vertrauen vieler wert-konservativer und christlicher Wähler verloren hat. Wir sind dennoch froh, dass der klare Auftrag zur Regierungsbildung wieder bei der CDU/CSU liegt und beglückwünschen alle Mandatsträger der Union, die einen sehr schwierigen Wahlkampf bestanden haben. Gleichwohl sind wir entsetzt über die starke Abwanderung ehemaliger CDU/CSU-Wähler und Mitglieder zur AfD. Dieses schockierende Signal kann und sollte in der Konsequenz die CDU- und CSU-Parteispitzen, unter der Führung der Parteivorsitzenden Angela Merkel und Horst Seehofer, zu einer gründlichen Analyse und einer Neuausrichtung der Unionsparteien auf das bürgerliche Wählerlager bewegen. Dabei sollten sich die Christdemokraten wieder stärker auf ihre christlichen, sozialen und konservativen Wurzeln sowie ihre immer noch aktuellen Grundsatzprogramme besinnen.

    Die bittere Wahlniederlage der CDU/CSU mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis zeigt, dass die Union das Vertrauen vieler wert-konservativer und christlicher Wähler verloren hat. Wir sind dennoch froh, dass der klare Auftrag zur Regierungsbildung wieder bei der CDU/CSU liegt und beglückwünschen alle Mandatsträger der Union, die einen sehr schwierigen Wahlkampf bestanden haben. Gleichwohl sind wir entsetzt über die starke Abwanderung ehemaliger CDU/CSU-Wähler und Mitglieder zur AfD. Dieses schockierende Signal kann und sollte in der Konsequenz die CDU- und CSU-Parteispitzen, unter der Führung der Parteivorsitzenden Angela Merkel und Horst Seehofer, zu einer gründlichen Analyse und einer Neuausrichtung der Unionsparteien auf das bürgerliche Wählerlager bewegen. Dabei sollten sich die Christdemokraten wieder stärker auf ihre christlichen, sozialen und konservativen Wurzeln sowie ihre immer noch aktuellen Grundsatzprogramme besinnen.

    Es ist bezeichnend, dass Unions-Kandidaten, die im Wahlkampf klare konservative Standpunkte vertreten haben, in ihren Wahlkreisen jeweils gute Erfolge erzielen und den Neu- oder Wiedereinzug durch Direktmandate sichern konnten. Auch der stellv. CDL-Bundesvorsitzende Hubert Hüppe aus NRW konnte in seinem Wahlkreis, einer sicheren SPD-Hochburg, einen beachtlichen Erfolg erringen. Aufgrund des schlechten Abschneidens der CDU wird er, der das Gesicht vieler bioethischer Debatten im Bundestag maßgeblich prägte, jedoch dem neuen Deutschen Bundestag nicht angehören. Dies ist weit mehr als bedauerlich! CDU und CSU müssen wieder verstärkt als Parteien wahrgenommen werden, die wertkonservativen und christlichen Bürgern politische Heimat geben. Für die bevorstehenden Sondierungsgespräche erwarten wir von der Union, dass gerade auch die Themen des Lebensrechts und der Bioethik auf der Tagesordnung stehen ebenso wie die – im Wahlkampf mehrfach angekündigte – wirksame Stärkung junger Familien. Ein wichtiges Signal muss endlich sein, das Unrecht von millionenfacher Abtreibung nicht länger im Parlament totzuschweigen! Das weltweit hervorragende Embryonenschutzgesetz sollte dagegen nicht verändert werden. Das weite Feld der Reproduktionsmedizin bringt zahlreiche zusätzliche große Herausforderungen. Hier müssen CDU/CSU jetzt ein glaubwürdiges wertorientiertes und christliches Profil zeigen! Dies alles muss auch Inhalt möglicher Koalitionsverhandlungen werden, oder es drohen ihr weitere Wahlverluste. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass sich die FDP in ihrem Wahlprogramm zum Beispiel bereits klar für die Aufhebung des Embryonenschutzes und die Einführung der Leihmutterschaft ausgesprochen hat.

    Die Autorin ist Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL).