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    Gastkommentar : Chance für die Jugendseelsorge

    Der diözesane Weltjugendtag ist ein wichtiges Zeichen für die Rückbindung der kirchlichen Jugendarbeit an das bischöfliche Hirtenamt. Von Sebastian Pilz

    Der diözesane Weltjugendtag ist ein wichtiges Zeichen für die Rückbindung der kirchlichen Jugendarbeit an das bischöfliche Hirtenamt. Jugendliche des jeweiligen Bistums brauchen die Möglichkeit, jährlich ihren Ortsbischof oder einen stellvertretenden Weihbischof treffen zu können. Wie auch in anderen Diözesen wird in Fulda dieses Angebot auch liturgisch deutlich: Am Palmsonntag zieht Bischof Heinz Josef Algermissen von der Michaelskirche über den Domplatz in den Dom. Dabei wird die Prozession von Jugendlichen mit Bannern, Flaggen verschiedener Länder und mit Palmzweigen in den Händen begleitet. Im Dom lesen Jugendliche die Passion, beten Fürbitten in verschiedenen Sprachen und der Jugendkathedralchor singt. Den Bischof in einer Messfeier mit jugendlicher Gestaltung zu erleben, ist heute vielen Jugendlichen noch nicht einmal mehr bei der Firmung möglich, da oft Stellvertreter die Spendung des Sakraments übernehmen. Auch wenn immer weniger Jugendliche am Palmsonntag die Chance zur Begegnung nutzen, so muss diese jährliche Möglichkeit im Kalender erhalten bleiben. Es müsste zwar nicht der Weltjugendtag sein, aber er ist eine gute Gelegenheit. Denn auf weltkirchlicher Ebene macht er alle drei Jahre deutlich, dass der Papst Zeit und ein Herz für die Jugend hat. Der Heilige Papst Johannes Paul II. hat als Begründer der Weltjugendtage diese Bedeutung erkannt und wollte sie mit dem diözesanen Weltjugendtag in die einzelnen Bistümer implementieren. Wenn die Jugend die Zukunft der katholischen Kirche ist, braucht Jugendseelsorge neben vielen anderen sozialen Aktionen auch Identifikationspunkte im liturgischen Bereich und im Kontakt mit dem Hirten, der Jesus Christus repräsentiert. Dazu ist auf ortskirchlicher Ebene der diözesane Weltjugendtag ein gutes Angebot, wenn er unter bischöflicher Beteiligung stattfindet. So arbeiten, nach außen sichtbar, dann nämlich einmal im Jahr Bischof und Jugendseelsorge gemeinsam im Auftrag des Herrn bei einer Veranstaltung zusammen.

    Der Autor ist Sachgebietsleiter der Schülerseelsorge im Bistum Fulda.

    von Sebastian Pilz

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