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    Gastkommentar: Bildung ist mehr als Ausbildung

    Der 14. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ging letzte Woche insbesondere der Frage nach, wie Bildung für Kinder und Jugendliche gestaltet werden soll, um bestmöglich individuelle Potenziale zu fördern. Bildung verstehen wir heute im Kontext von lebenslangem Lernen in einer Wissensgesellschaft. Individuen werden dabei zunehmend auf ihre Selbstverantwortung verwiesen, an die das Gelingen des eigenen Lebensentwurfs gebunden wird. Dadurch werden insbesondere die Chancen derer eingeschränkt, die auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen sind. Es wird erwartet, eigenständig Bildungsbestrebungen zu entwickeln und sich für die steigenden Anforderungen des Arbeitsmarktes erfolgreich verfügbar zu halten. Dies erfahren Kinder und Jugendliche frühzeitig und sie erleben dabei einen starken Druck. Bildung ist mehr als die Vermittlung wirtschaftlich verwertbaren Wissens und mehr als das Durchlaufen des formalen Bildungswegs von Schule über Ausbildung oder Studium hin zu guten Zukunftschancen und einer qualifizierten und dauerhaften Beschäftigung. Bildung braucht Freiräume, damit Erfahrungs-, Lern- und Bildungsprozesse von Heranwachsenden ihrer eigenen Logik und besonderen Bedürfnissen junger Menschen folgen können.

    Der 14. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ging letzte Woche insbesondere der Frage nach, wie Bildung für Kinder und Jugendliche gestaltet werden soll, um bestmöglich individuelle Potenziale zu fördern. Bildung verstehen wir heute im Kontext von lebenslangem Lernen in einer Wissensgesellschaft. Individuen werden dabei zunehmend auf ihre Selbstverantwortung verwiesen, an die das Gelingen des eigenen Lebensentwurfs gebunden wird. Dadurch werden insbesondere die Chancen derer eingeschränkt, die auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen sind. Es wird erwartet, eigenständig Bildungsbestrebungen zu entwickeln und sich für die steigenden Anforderungen des Arbeitsmarktes erfolgreich verfügbar zu halten. Dies erfahren Kinder und Jugendliche frühzeitig und sie erleben dabei einen starken Druck. Bildung ist mehr als die Vermittlung wirtschaftlich verwertbaren Wissens und mehr als das Durchlaufen des formalen Bildungswegs von Schule über Ausbildung oder Studium hin zu guten Zukunftschancen und einer qualifizierten und dauerhaften Beschäftigung. Bildung braucht Freiräume, damit Erfahrungs-, Lern- und Bildungsprozesse von Heranwachsenden ihrer eigenen Logik und besonderen Bedürfnissen junger Menschen folgen können.

    Hierfür ist ein eigenständiges Bildungskonzept der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich, das keine formalisierten Lernprozesse zum Maßstab nimmt oder Bildung an einer individualisierenden Verantwortungszuschreibung für die Aneignung von Kompetenzen festmacht. In diesem Zusammenhang gilt es vor allem, Übergangsmöglichkeiten aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen – und nicht der Institutionen – zu gestalten und eine Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen zu gewährleisten. Die Entwicklung lokaler Bildungslandschaften kann, auch im Rahmen von Ganztagsschule, Bildungschancen eröffnen, sofern alle relevanten Institutionen ebenbürtig strukturell verbunden und weiterentwickelt werden.

    Das Ziel der verbandlichen Caritas ist es, die Startchancen aller zu verbessern, denn nicht immer die Erfolgreichen, sondern vielmehr die, die die besten Zugänge zu gesellschaftlichen Ressourcen besitzen, haben die besten Ausgangsbedingungen. Die Kinder- und Jugendhilfe der Caritas nimmt sich dieses Problems an und fördert mit ihren verschiedenen Angeboten alle Kinder und Jugendlichen, damit diese ihre Potenziale entwickeln können und eine dauerhafte Perspektive in unserer Gesellschaft haben. Letztendlich wird dadurch die Chancengleichheit für alle realisiert.

    Der Autor ist Geschäftsführer des Bundesverbands katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V.