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    Gastkommentar : Bibel ist Richtschnur

    Bisher konnten sich bibel- und bekenntnistreue evangelische Christen in der Ablehnung der Trauung und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare mit der katholischen Kirche eins wissen. Gemeinsam verwies man auf das biblische Zeugnis, das praktizierte Homosexualität als Sünde kennzeichnet, gemeinsam betonte man eine von Jesus und den Aposteln gelegte 2 000 Jahre alte ethische Lehrtradition. Einig war man sich darin, dass Gott jeden Menschen segnet, aber nicht jede Lebensform. Es galt: Was Gott und die Bibel Sünde nennt, darf die Kirche nicht segnen. Mit dieser Einheit ist es jetzt offensichtlich vorbei, sie ist zerstört. Kardinal Marx und Bischof Bode halten eine Segnung homosexueller Paare im Einzelfall für möglich. Mit derselben Position begann vor 25 Jahren die Diskussion in der evangelischen Kirche, die schließlich in die Trauung oder öffentliche Segnung homosexueller Paare mündete. Danach ist zu erwarten, dass aus dem Einzelfall in Zukunft in der katholischen Kirche ein Regelfall werden wird. Welchen Grund gibt es, die unbedingte Vorrangstellung des Wortes Gottes samt Lehrtradition zu umgehen? Sowohl Kardinal Marx als auch Bischof Bode begründen ihr bibel- und bekenntniswidriges Argumentieren mit dem Verweis auf die Seelsorge, auf „neue Lebensumstände und neue Erkenntnisse“. Dabei wissen wir, dass Jesus, die Apostel und die frühe Kirche die Probleme homosexueller Lebensformen kannten, sie bewusst nicht gleichstellten mit heterosexuellen Paaren. Christliche Seelsorge muss sich bewusst leiten lassen von der Autorität der Heiligen Schrift und der ethischen Lehrtradition der Kirche und nicht umgekehrt. Es ist traurig, dass die Einheit in einer wichtigen ethischen Frage aufs Spiel gesetzt wurde, ja verloren gegangen ist.

    Bisher konnten sich bibel- und bekenntnistreue evangelische Christen in der Ablehnung der Trauung und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare mit der katholischen Kirche eins wissen. Gemeinsam verwies man auf das biblische Zeugnis, das praktizierte Homosexualität als Sünde kennzeichnet, gemeinsam betonte man eine von Jesus und den Aposteln gelegte 2 000 Jahre alte ethische Lehrtradition. Einig war man sich darin, dass Gott jeden Menschen segnet, aber nicht jede Lebensform. Es galt: Was Gott und die Bibel Sünde nennt, darf die Kirche nicht segnen. Mit dieser Einheit ist es jetzt offensichtlich vorbei, sie ist zerstört. Kardinal Marx und Bischof Bode halten eine Segnung homosexueller Paare im Einzelfall für möglich. Mit derselben Position begann vor 25 Jahren die Diskussion in der evangelischen Kirche, die schließlich in die Trauung oder öffentliche Segnung homosexueller Paare mündete. Danach ist zu erwarten, dass aus dem Einzelfall in Zukunft in der katholischen Kirche ein Regelfall werden wird. Welchen Grund gibt es, die unbedingte Vorrangstellung des Wortes Gottes samt Lehrtradition zu umgehen? Sowohl Kardinal Marx als auch Bischof Bode begründen ihr bibel- und bekenntniswidriges Argumentieren mit dem Verweis auf die Seelsorge, auf „neue Lebensumstände und neue Erkenntnisse“. Dabei wissen wir, dass Jesus, die Apostel und die frühe Kirche die Probleme homosexueller Lebensformen kannten, sie bewusst nicht gleichstellten mit heterosexuellen Paaren. Christliche Seelsorge muss sich bewusst leiten lassen von der Autorität der Heiligen Schrift und der ethischen Lehrtradition der Kirche und nicht umgekehrt. Es ist traurig, dass die Einheit in einer wichtigen ethischen Frage aufs Spiel gesetzt wurde, ja verloren gegangen ist.

    Der Autor ist Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften.

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