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    Es droht ein Flächenbrand

    Wer geglaubt hatte, bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen handle es sich um eine kurze, harte Vergeltungsaktion, hat die Lage falsch eingeschätzt. Unmissverständlich stellte Verteidigungsminister Ehud Barak nun klar, Ziel der Militäroperation sei nicht Vergeltung. Sie sei bereits seit mehreren Monaten geplant gewesen. Und Israels Vize-Generalstabschef zerstreut alle Hoffnungen auf ein rasches Ende des Blutvergießens. Das Schlimmste stehe noch bevor, sagte Dan Harel am Montag. Israel befände sich erst am Anfang des Kampfes.

    Wer geglaubt hatte, bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen handle es sich um eine kurze, harte Vergeltungsaktion, hat die Lage falsch eingeschätzt. Unmissverständlich stellte Verteidigungsminister Ehud Barak nun klar, Ziel der Militäroperation sei nicht Vergeltung. Sie sei bereits seit mehreren Monaten geplant gewesen. Und Israels Vize-Generalstabschef zerstreut alle Hoffnungen auf ein rasches Ende des Blutvergießens. Das Schlimmste stehe noch bevor, sagte Dan Harel am Montag. Israel befände sich erst am Anfang des Kampfes.

    Das alles deutet auf eine großangelegte, langfristige Strategie hin, die die Hamas in die Knie zwingen soll. Dieser Waffengang ist ein Plan mit hohem Risiko und ungewissem Ausgang. Angesichts der massiven Luftschläge formiert sich der Widerstand in der muslimischen Welt. In Teheran gingen gestern zehntausende Iraner auf die Straße, um gegen die israelischen Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen zu protestieren.

    Eskaliert die Situation, droht ein Flächenbrand in Nahost. Die Lunte glimmt bereits. Wer kann sie noch austreten? Internationale Friedensappelle scheinen derzeit im Donner der Raketeneinschläge zu verhallen. Papst Benedikt hat an Weihnachten einen sofortigen Waffenstillstand gefordert und den „unglaublichen Ausbruch der Gewalt“ scharf verurteilt.

    Die hohe Zahl der Opfer auf Seiten der palästinensische Zivilbevölkerung ist kein Beitrag, den Frieden zu sichern, sie dokumentiert vielmehr jenen Teufelkreis aus Gewalt und Gegengewalt, aus dem es auszubrechen gilt. Todesopfer sichern nicht den Frieden, sie schüren neuen Hass. So dreht sich die Spirale der Gewalt unvermittelt weiter. Immer schneller, immer brutaler. Und inmitten dieses blutigen Konfliktes leiden auch Christen in diesem heillos Heiligen Land. Re