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    Eltern wollen weniger arbeiten

    Düsseldorf (DT/KNA) Gutverdiener nutzen etwa doppelt so häufig Betreuungsangebote für ihre unter dreijährigen Kinder wie Geringverdiener. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Donnerstag) unter Verweis auf den unveröffentlichten Familienreport 2011 der Bundesregierung. Danach besuchen von den Kindern, deren Eltern 130 Prozent und mehr des Durchschnittseinkommens zur Verfügung stehen, 35 Prozent eine Tageseinrichtung. Bei den Gleichaltrigen von Eltern mit einem Einkommen von 70 Prozent und weniger des durchschnittlichen Lohns sind es nur 18 Prozent. Mögliche Ursache sind laut dem Report die zusätzlichen Kosten für Essen, Ausflüge und Gruppenkassen. Diese würden „von den betroffenen Familien als weitere finanzielle Belastung wahrgenommen“. Wie die Zeitung weiter berichtet, sind in 52 Prozent aller Familien beide Elternteile berufstätig. Die große Mehrheit von ihnen hat sich für die Aufteilung Vater-Vollzeit und Mutter-Teilzeit entschieden. Grundsätzlich seien Mütter und Väter damit zufrieden. Viele wollten allerdings ihre Wochenarbeitszeit verkürzen. Als Ideal betrachtet die Mehrheit eine Arbeitszeit von 25 bis 35 Stunden pro Woche. Das traditionelle Rollenmodell mit dem Mann als Alleinverdiener und der Mutter als Erzierherin der Kinder, „wird zusehends kleiner“, heißt es im Familienreport. Die Kinder stehen laut Report der Berufstätigkeit ihrer Eltern positiv gegenüber. Sie sähen klar, dass sie ihnen materielle Sicherheit bringe, berichtet die „Rheinische Post“. Ein Teil der Kinder beklagt Anspannung und Ungeduld der Eltern als Schattenseite der Berufstätigkeit. „Aus Sicht der Kinder nehmen sich Mütter unter der Woche zu 80 Prozent viel beziehungsweise genügend Zeit für ihre Kinder, Väter kommen dagegen nur auf 44 Prozent“, heißt es im Familienreport. Im Jahr 2011 sind dem Familienreport zufolge die Kinderwünsche gestiegen. Von den Kinderlosen sagen demnach 53 Prozent, dass sie bestimmt einmal Kinder haben wollen. Im Jahr 2008 hatte der Wert bei nur 43 Prozent gelegen.

    Düsseldorf (DT/KNA) Gutverdiener nutzen etwa doppelt so häufig Betreuungsangebote für ihre unter dreijährigen Kinder wie Geringverdiener. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Donnerstag) unter Verweis auf den unveröffentlichten Familienreport 2011 der Bundesregierung. Danach besuchen von den Kindern, deren Eltern 130 Prozent und mehr des Durchschnittseinkommens zur Verfügung stehen, 35 Prozent eine Tageseinrichtung. Bei den Gleichaltrigen von Eltern mit einem Einkommen von 70 Prozent und weniger des durchschnittlichen Lohns sind es nur 18 Prozent. Mögliche Ursache sind laut dem Report die zusätzlichen Kosten für Essen, Ausflüge und Gruppenkassen. Diese würden „von den betroffenen Familien als weitere finanzielle Belastung wahrgenommen“. Wie die Zeitung weiter berichtet, sind in 52 Prozent aller Familien beide Elternteile berufstätig. Die große Mehrheit von ihnen hat sich für die Aufteilung Vater-Vollzeit und Mutter-Teilzeit entschieden. Grundsätzlich seien Mütter und Väter damit zufrieden. Viele wollten allerdings ihre Wochenarbeitszeit verkürzen. Als Ideal betrachtet die Mehrheit eine Arbeitszeit von 25 bis 35 Stunden pro Woche. Das traditionelle Rollenmodell mit dem Mann als Alleinverdiener und der Mutter als Erzierherin der Kinder, „wird zusehends kleiner“, heißt es im Familienreport. Die Kinder stehen laut Report der Berufstätigkeit ihrer Eltern positiv gegenüber. Sie sähen klar, dass sie ihnen materielle Sicherheit bringe, berichtet die „Rheinische Post“. Ein Teil der Kinder beklagt Anspannung und Ungeduld der Eltern als Schattenseite der Berufstätigkeit. „Aus Sicht der Kinder nehmen sich Mütter unter der Woche zu 80 Prozent viel beziehungsweise genügend Zeit für ihre Kinder, Väter kommen dagegen nur auf 44 Prozent“, heißt es im Familienreport. Im Jahr 2011 sind dem Familienreport zufolge die Kinderwünsche gestiegen. Von den Kinderlosen sagen demnach 53 Prozent, dass sie bestimmt einmal Kinder haben wollen. Im Jahr 2008 hatte der Wert bei nur 43 Prozent gelegen.