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    Die Zeit drängt, der Druck wächst

    Nein, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, hat sich noch nicht zur „Zwei-Staaten-Lösung“ bekannt. Da konnten der Papst (klar und deutlich bei der Verabschiedung in Tel Aviv) und US-Präsident Obama (Anfang dieser Woche in Washington) noch so sehr drängen und werben. Ein eigener Palästinenserstaat ist, wie Benedikt XVI. in Bethlehem und Tel Aviv klarstellte, eine Frage der Gerechtigkeit. Dass dafür die Zeit drängt, zeigte zuletzt der iranische Raketentest in dieser Woche: Düstere Wolken ziehen sich im Nahen Osten zusammen und sie drohen sich in einem fürchterlichen Gewitter zu entladen.

    Nein, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, hat sich noch nicht zur „Zwei-Staaten-Lösung“ bekannt. Da konnten der Papst (klar und deutlich bei der Verabschiedung in Tel Aviv) und US-Präsident Obama (Anfang dieser Woche in Washington) noch so sehr drängen und werben. Ein eigener Palästinenserstaat ist, wie Benedikt XVI. in Bethlehem und Tel Aviv klarstellte, eine Frage der Gerechtigkeit. Dass dafür die Zeit drängt, zeigte zuletzt der iranische Raketentest in dieser Woche: Düstere Wolken ziehen sich im Nahen Osten zusammen und sie drohen sich in einem fürchterlichen Gewitter zu entladen.

    Das zumindest scheint auch Israels Regierungschef erkannt zu haben: Nach seinen Gesprächen in Washington erklärte er sich bereit, „umgehend Friedensgespräche mit den Palästinensern zu beginnen, und übrigens auch mit den Syrern – natürlich ohne Vorbedingungen“. Wer jedoch genau hinhört, spürt sofort die Fallstricke: Wie Netanjahu weiß, ist Damaskus zwar zu Verhandlungen bereit, allerdings unter der Bedingung, dass Israel die 1967 besetzten und 1981 annektierten Golan-Höhen räumt. Das aber lehnt Israel wegen seiner „Sicherheitsbedürfnisse“ ab. Auch gegenüber den Palästinensern hat Netanjahu bereits eine grundsätzliche Einschränkung seiner Verhandlungsbereitschaft getroffen: Jerusalem bleibe die Hauptstadt Israels und dürfe „niemals wieder getrennt oder geteilt sein“. Bei allen inneren Differenzen sind sich die Palästinenser jedoch darin einig, den 1967 von Israel eroberten arabischen Ostteil der Stadt als „ewige Hauptstadt Palästinas“ zu betrachten.

    Mit Papst Benedikt XVI. und US-Präsident Obama haben zwei bekennende Freunde der Israelis für die Zwei-Staaten-Lösung geworben. Doch gegen all die Hardliner in Nahost werden sie den Frieden kaum retten können. sb