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    Demografieplan vorgelegt

    Berlin (DT/KNA) Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine „Demografiestrategie“ verabschiedet. Durch mehr Bildung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, eine längere Lebensarbeitszeit und mehr ausländische Fachkräfte will sie den Folgen der Alterung der Gesellschaft begegnen. Das 73 Seiten umfassende Papier ist als Startschuss für eine langfristige Demografie-Politik gedacht. Künftig soll jedes Jahr ein Demografiegipfel stattfinden, an dem auch Vertreter der Zivilgesellschaft teilnehmen sollen, wie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Mittwoch mitteilte. Der demografische Wandel sei Herausforderung und Chance zugleich, so Friedrich. „Wir werden weniger und älter“. Diese Entwicklung werde in allen Lebensbereichen ankommen. Besonders brisant sei dies auf dem Land, wo etwa Kommunen Schulen schließen müssten und Immobilienpreise fallen. Als wesentliche Aufgabe nennt der Bericht die Stärkung der Familie. Vor allem die Arbeitswelt müsse familienfreundlicher werden, so Friedrich. Wesentlich sei ferner eine „Entzerrung der Rushhour des Lebens“, also der Zeit von Familiengründung und Berufseinstieg oder Karrierebeginn. Bei den meisten jungen Menschen in Deutschland gebe es einen „abstrakten“ Kinderwunsch. Dieser werde dann aber aus unterschiedlichen Gründen nicht verwirklicht. Deshalb müsse der Staat bessere Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehörten etwa eine Verbesserung haushaltsnaher Dienstleistungen. Nach Ansicht von Bundesfamilienminister Kristina Schröder (CDU) gewinnt die Familie durch den Wandel an Bedeutung. „In der Familien finden Menschen Rückhalt, Schutz und Unterstützung, die weit über die Leistungsfähigkeit der staatlichen Solidargemeinschaft hinausgehen.“ An weiteren Handlungsfeldern nennt das Papier, ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu fördern, die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu verbessern, die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand zu sichern sowie die Handlungsfähigkeit des Staates zu gewährleisten.

    Berlin (DT/KNA) Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine „Demografiestrategie“ verabschiedet. Durch mehr Bildung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, eine längere Lebensarbeitszeit und mehr ausländische Fachkräfte will sie den Folgen der Alterung der Gesellschaft begegnen. Das 73 Seiten umfassende Papier ist als Startschuss für eine langfristige Demografie-Politik gedacht. Künftig soll jedes Jahr ein Demografiegipfel stattfinden, an dem auch Vertreter der Zivilgesellschaft teilnehmen sollen, wie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Mittwoch mitteilte. Der demografische Wandel sei Herausforderung und Chance zugleich, so Friedrich. „Wir werden weniger und älter“. Diese Entwicklung werde in allen Lebensbereichen ankommen. Besonders brisant sei dies auf dem Land, wo etwa Kommunen Schulen schließen müssten und Immobilienpreise fallen. Als wesentliche Aufgabe nennt der Bericht die Stärkung der Familie. Vor allem die Arbeitswelt müsse familienfreundlicher werden, so Friedrich. Wesentlich sei ferner eine „Entzerrung der Rushhour des Lebens“, also der Zeit von Familiengründung und Berufseinstieg oder Karrierebeginn. Bei den meisten jungen Menschen in Deutschland gebe es einen „abstrakten“ Kinderwunsch. Dieser werde dann aber aus unterschiedlichen Gründen nicht verwirklicht. Deshalb müsse der Staat bessere Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehörten etwa eine Verbesserung haushaltsnaher Dienstleistungen. Nach Ansicht von Bundesfamilienminister Kristina Schröder (CDU) gewinnt die Familie durch den Wandel an Bedeutung. „In der Familien finden Menschen Rückhalt, Schutz und Unterstützung, die weit über die Leistungsfähigkeit der staatlichen Solidargemeinschaft hinausgehen.“ An weiteren Handlungsfeldern nennt das Papier, ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu fördern, die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu verbessern, die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand zu sichern sowie die Handlungsfähigkeit des Staates zu gewährleisten.