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    Cullen: „Klarer Verstoß gegen die Menschenwürde“

    Münster (DT/reh) Die „Ärzte für das Leben“ haben die Erzeugung von Mensch-Tier-Embryonen durch Forscher aus den USA scharf kritisiert. Die Veröffentlichung in dem Fachmagazin „Cell“ durch die Gruppe um den spanischen Wissenschaftler Juan Carlos Izpisua Belmonte am Salk Institut in Kalifornien, „über die erstmalige Implantierung von Mensch-Schwein-Mischwesen in die Gebärmütter von Säuen ist ein weiterer Schritt in Richtung der vollständigen Instrumentalisierung des Menschen“, erklärte der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Paul Cullen, am Wochenende in Münster. „Solche Versuche sind ein klarer Verstoß gegen die Menschenwürde, die nicht nur die individuelle Würde der jeweiligen Person sondern, wie das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat, auch ,die Würde des Menschen als Gattungswesen‘ bedeute“, so Cullen weiter. Der Vorsitzende der Ärzte für das Leben erinnerte daran, dass die US-amerikanische Gesundheitsbehörde „National Institutes of Health“ (NIH) im Jahr 2015 entschieden habe, die Chimärenforschung solange nicht zu fördern, wie deren Implikationen unklar seien. Dabei habe die NIH insbesondere das Risiko hervorgehoben, dass sich die menschlichen Stammzellen auch an der Entwicklung des zentralen Nervensystems der Mischwesen beteiligen könnten. Laut Cullen seien die Forschungen von Belmonte stattdessen nun maßgeblich von dem Forschungsfonds der spanischen Region Murcia sowie dem spanischen Wirtschaftsministeriums unterstützt worden. Wie sie in „Cell“ ausführen, sehen die Wissenschaftler um Belmonte den Nutzen ihrer Forschung in einem besseren Verständnis der Embryogenese beim Menschen, in der Entwicklung von „humanisierten Tier-Testplattformen“ für Medikamente, in der Aufklärung von Erkrankungen des Menschen sowie insbesondere in der „Herstellung von transplantierbaren Humangeweben und Organen im tierischen Wirt“. Damit würden Schweine gewissermaßen zu Bioreaktoren umfunktioniert, um in ihnen menschliche Organe heranzuzüchten, die sich eines Tages für die Transplantationen bei Menschen eignen sollen.

    Münster (DT/reh) Die „Ärzte für das Leben“ haben die Erzeugung von Mensch-Tier-Embryonen durch Forscher aus den USA scharf kritisiert. Die Veröffentlichung in dem Fachmagazin „Cell“ durch die Gruppe um den spanischen Wissenschaftler Juan Carlos Izpisua Belmonte am Salk Institut in Kalifornien, „über die erstmalige Implantierung von Mensch-Schwein-Mischwesen in die Gebärmütter von Säuen ist ein weiterer Schritt in Richtung der vollständigen Instrumentalisierung des Menschen“, erklärte der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Paul Cullen, am Wochenende in Münster. „Solche Versuche sind ein klarer Verstoß gegen die Menschenwürde, die nicht nur die individuelle Würde der jeweiligen Person sondern, wie das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat, auch ,die Würde des Menschen als Gattungswesen‘ bedeute“, so Cullen weiter. Der Vorsitzende der Ärzte für das Leben erinnerte daran, dass die US-amerikanische Gesundheitsbehörde „National Institutes of Health“ (NIH) im Jahr 2015 entschieden habe, die Chimärenforschung solange nicht zu fördern, wie deren Implikationen unklar seien. Dabei habe die NIH insbesondere das Risiko hervorgehoben, dass sich die menschlichen Stammzellen auch an der Entwicklung des zentralen Nervensystems der Mischwesen beteiligen könnten. Laut Cullen seien die Forschungen von Belmonte stattdessen nun maßgeblich von dem Forschungsfonds der spanischen Region Murcia sowie dem spanischen Wirtschaftsministeriums unterstützt worden. Wie sie in „Cell“ ausführen, sehen die Wissenschaftler um Belmonte den Nutzen ihrer Forschung in einem besseren Verständnis der Embryogenese beim Menschen, in der Entwicklung von „humanisierten Tier-Testplattformen“ für Medikamente, in der Aufklärung von Erkrankungen des Menschen sowie insbesondere in der „Herstellung von transplantierbaren Humangeweben und Organen im tierischen Wirt“. Damit würden Schweine gewissermaßen zu Bioreaktoren umfunktioniert, um in ihnen menschliche Organe heranzuzüchten, die sich eines Tages für die Transplantationen bei Menschen eignen sollen.