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    CSU-Politikerin Hasselfeldt gegen „Ehe für alle“

    München (DT/KNA) CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hat die SPD-Forderung nach einer „Ehe für alle“ als „Wahlkampfmanöver“ bezeichnet. Den Sozialdemokraten sei von Anfang an klar gewesen, dass die Union große Bedenken habe und dem Vorschlag nicht zustimmen könne, sagte Hasselfeldt am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. Die Rechtsprechung sage eindeutig, dass die Ehe die Gemeinschaft von Mann und Frau sei. Eine Benachteiligung von homosexuellen Lebenspartnerschaften sieht die CSU-Politikerin darin nicht. In den vergangenen Jahren sei in vielen Bereichen, wie etwa dem Erbschaftssteuerrecht, eine völlige Gleichstellung erreicht worden. Eingetragene Lebenspartnerschaften hätten keinen geringeren Wert, sondern seien vielmehr etwas anderes. „Und das ist nicht nur verfassungskonform, sondern entspricht auch der Lebensrealität“, so Hasselfeldt. Beim Adoptionsrecht stehe nicht in erster Linie das Interesse von Paaren im Mittelpunkt, erinnerte die Politikerin. „Das hängt auch damit zusammen, dass wir der Meinung sind, dem Kindeswohl wird am besten Rechnung getragen dadurch, dass eine väterliche und eine mütterliche Bezugsperson vorhanden ist.“ Einer möglichen Klage gegen das fehlende Adoptionsrecht für homosexuelle Paare sieht Hasselfeldt nach eigenen Worten gelassen entgegen. In der katholischen Kirche waren die SPD-Pläne für eine „Ehe für alle“ ebenfalls auf deutlichen Widerspruch gestoßen. „Die deutschen Bischöfe sprechen sich gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Sie teilen die verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen eine einfachgesetzliche Einführung einer ,Ehe für alle‘ vorgetragen werden“, erklärte Erzbischof Heiner Koch, Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Bischofskonferenz.

    München (DT/KNA) CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hat die SPD-Forderung nach einer „Ehe für alle“ als „Wahlkampfmanöver“ bezeichnet. Den Sozialdemokraten sei von Anfang an klar gewesen, dass die Union große Bedenken habe und dem Vorschlag nicht zustimmen könne, sagte Hasselfeldt am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. Die Rechtsprechung sage eindeutig, dass die Ehe die Gemeinschaft von Mann und Frau sei. Eine Benachteiligung von homosexuellen Lebenspartnerschaften sieht die CSU-Politikerin darin nicht. In den vergangenen Jahren sei in vielen Bereichen, wie etwa dem Erbschaftssteuerrecht, eine völlige Gleichstellung erreicht worden. Eingetragene Lebenspartnerschaften hätten keinen geringeren Wert, sondern seien vielmehr etwas anderes. „Und das ist nicht nur verfassungskonform, sondern entspricht auch der Lebensrealität“, so Hasselfeldt. Beim Adoptionsrecht stehe nicht in erster Linie das Interesse von Paaren im Mittelpunkt, erinnerte die Politikerin. „Das hängt auch damit zusammen, dass wir der Meinung sind, dem Kindeswohl wird am besten Rechnung getragen dadurch, dass eine väterliche und eine mütterliche Bezugsperson vorhanden ist.“ Einer möglichen Klage gegen das fehlende Adoptionsrecht für homosexuelle Paare sieht Hasselfeldt nach eigenen Worten gelassen entgegen. In der katholischen Kirche waren die SPD-Pläne für eine „Ehe für alle“ ebenfalls auf deutlichen Widerspruch gestoßen. „Die deutschen Bischöfe sprechen sich gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Sie teilen die verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen eine einfachgesetzliche Einführung einer ,Ehe für alle‘ vorgetragen werden“, erklärte Erzbischof Heiner Koch, Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Bischofskonferenz.