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    „Asylrecht unbedingt schützen“

    Bei einem Spitzentreffen von Union und Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz haben beide Seiten den unbedingten Schutz des Grundrechts auf Asyl betont. Das Präsidium der CDU hatte sich unter Leitung der Vorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu einem Meinungsaustausch mit den katholischen Bischöfen unter Leitung ihres Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, am Montagabend im Berliner Konrad-Adenauerhaus getroffen. In einer wortgleichen Pressemitteilung, die am Mittwoch von CDU und Deutscher Bischofskonferenz verbreitet wurde, ist von einer „herzlichen und offenen Atmosphäre“ die Rede, in der die Gespräche stattgefunden hätten.

    Ein Treffen in herzlicher und offener Atmosphäre, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung von CDU und Bischöfen. Foto: KNA

    Bei einem Spitzentreffen von Union und Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz haben beide Seiten den unbedingten Schutz des Grundrechts auf Asyl betont. Das Präsidium der CDU hatte sich unter Leitung der Vorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu einem Meinungsaustausch mit den katholischen Bischöfen unter Leitung ihres Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, am Montagabend im Berliner Konrad-Adenauerhaus getroffen. In einer wortgleichen Pressemitteilung, die am Mittwoch von CDU und Deutscher Bischofskonferenz verbreitet wurde, ist von einer „herzlichen und offenen Atmosphäre“ die Rede, in der die Gespräche stattgefunden hätten.

    Im Mittelpunkt des gut dreistündigen Austausches im Konrad-Adenauer-Haus hätten unter anderem globale Herausforderungen wie die Flüchtlingspolitik, die Verfolgung religiöser Minderheiten in vielen Ländern und die deutsche G7-Präsidentschaft, gestanden, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung. Ein weiterer Themenschwerpunkt sei die Begleitung und Unterstützung schwerkranker und sterbender Menschen gewesen. Außerdem seien Fragen der Familien- und Sozialpolitik erörtert worden.

    Laut Mitteilung stimmten beide Seiten darin überein, dass internationale Konflikte und die Bedrohung durch Terror und Flüchtlingsströme Politik und Gesellschaft in Deutschland zurzeit vor besondere Herausforderungen stellen. Wörtlich heißt es in dem Text weiter: „Die Vertreter des CDU-Präsidiums wie die der Deutschen Bischofskonferenz waren sich einig über den unbedingten Schutz des Grundrechtes auf Asyl. Die katholischen Bischöfe bekräftigten ihre Solidarität mit bedrängten Christen und Angehörigen anderer religiöser Minderheiten im Nahen Osten und dankten der Union nachdrücklich für ihren Einsatz für die verfolgten Christen und Religionsgemeinschaften. Die Präsidiumsmitglieder nannten als wichtigstes Ziel der CDU-Flüchtlingspolitik, bedrohten, gefolterten und verfolgten Menschen Schutz und Zuflucht zu gewähren.“

    Angesichts der Herausforderungen der Zeit seien sich beide Seiten einig, dass christliche Werte eine gute Grundlage sind, zu lernen, mit Unterschieden in einer vielfältigen Gesellschaft umzugehen und dabei das Verbindende im Blick zu behalten und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt sicherzustellen, heißt es weiter.

    Beim Thema „Sterben in Würde“ teilten beide Seiten die Auffassung, dass im Mittelpunkt aller politischen und gesellschaftlichen Bemühungen die Sorge um die Verbesserung der Palliativ- und Hospizversorgung stehen muss. Die konkreten Pläne der CDU dazu wurden von den katholischen Bischöfen begrüßt. Diese sprachen sich zudem erneut deutlich für das Verbot jeder Form des organisierten assistierten Suizids aus. Laut Mitteilung vereinbarten CDU-Präsidium und Bischöfe, in kleineren Gesprächsgruppen verschiedene Themen erneut aufzugreifen.

    Für das Präsidium der CDU nahmen neben CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel und Generalsekretär Peter Tauber, CDU-Vize Julia Klöckner, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Armin Laschet und Thomas Strobl sowie Schatzmeister Philipp Murmann, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Unionsfraktionschef Volker Kauder, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Karl-Josef Laumann, Jens Spahn, Emine Demirbüken-Wegner und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, teil. Zudem waren Gesundheitsminister Hermann Gröhe, Innenminister Thomas de Maiziere, Staatsministerin Monika Grütters, der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion Michael Grosse-Brömer, Maria Böhmer, Michael Brand, Heribert Hirte, Franz-Josef Jung, Karl Schiewerling und Peter Weiß zu Gast.

    Für die Deutsche Bischofskonferenz nahmen deren Vorsitzender, Kardinal Marx, sowie die Kardinäle Lehmann, und Woelki an dem Spitzentreffen teil. Vertreten war die Bischofskonferenz ferner durch die Bischöfe Ackermann, Bode, Burger, Fürst, Genn, Weihbischof Grothe, die Bischöfe Hofmann und Koch, Weihbischof König, die Bischöfe Neymeyr, Oster und Overbeck, sowie Prälat Przytarski, Erzbischof Schick, die Bischöfe Trelle und Zdarsa sowie Pater Langendörfer SJ und Prälat Jüsten. DT/Re