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    Abtreibungen: Streit um Statistik

    Köln (DT/pd) Die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Claudia Kaminski, hat die Bundesvorsitzenden der Jungen Union und der Senioren-Union, Philipp Mißfelder und Otto Wulff, gegen den von der SPD-Politikerin Manuela Schwesig erhobenen Vorwurf in Schutz genommen, in einem Grußwort an den heute in Berlin stattfindenden Marsch für das Leben mit falschen Abtreibungszahlen zu operieren. Frau Kaminski wörtlich: „Dass an jedem Werktag in Deutschland rund 1 000 Abtreibungen vorgenommen werden, ist zwar eine Schätzung. Leider aber eine, die durchaus realistisch ist und auf belastbaren Hochrechnungen basiert. Es ist nicht die Schuld von Mißfelder und Wulff, dass die Politik in Deutschland mehrheitlich kein ernsthaftes Interesse an exakten Abtreibungszahlen hat.“ So erfasse die Statistik des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zum Beispiel weder „die von Bundesbürgerinnen im Ausland vorgenommenen Abtreibungen, noch solche, die von Ärzten unter falschen Ziffern abgerechnet würden. Sogenannte Mehrlingsreduktionen, Abtreibungen nach erfolgreicher künstlicher Befruchtung, werden von der Statistik überhaupt nicht erfasst“, erklärte Kaminski. Die ALfA-Bundesvorsitzende verwies darauf, dass das Statistische Bundesamt von 1996 bis zum Jahr 2000 in seinen eigenen Mitteilungen selbst jedes Mal davor warnte, die von ihm veröffentlichten Zahlen als zuverlässig zu betrachten. Häufig lägen bei den Landesärztekammern, so die jahrelang mitgelieferte Formulierung, „keine oder nur unzureichende Erkenntnisse“ vor. „Zwar fehlt diese Warnung seit dem Jahr 2001. Die Rechtsgrundlagen der Abtreibungsstatistik sind aber dieselben wie damals. Der Vorwurf, mit falschen Zahlen zu operieren, fällt daher auf diejenigen zurück, die aus Unwissen oder aus ideologischen Gründen die Wiesbadener Zahlen für bare Münze nehmen. Träfen diese zu, dann wäre die Abtreibung zudem die einzige rechtswidrige Tat in Deutschland, bei der es keine Dunkelziffer gäbe.“

    Köln (DT/pd) Die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Claudia Kaminski, hat die Bundesvorsitzenden der Jungen Union und der Senioren-Union, Philipp Mißfelder und Otto Wulff, gegen den von der SPD-Politikerin Manuela Schwesig erhobenen Vorwurf in Schutz genommen, in einem Grußwort an den heute in Berlin stattfindenden Marsch für das Leben mit falschen Abtreibungszahlen zu operieren. Frau Kaminski wörtlich: „Dass an jedem Werktag in Deutschland rund 1 000 Abtreibungen vorgenommen werden, ist zwar eine Schätzung. Leider aber eine, die durchaus realistisch ist und auf belastbaren Hochrechnungen basiert. Es ist nicht die Schuld von Mißfelder und Wulff, dass die Politik in Deutschland mehrheitlich kein ernsthaftes Interesse an exakten Abtreibungszahlen hat.“ So erfasse die Statistik des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zum Beispiel weder „die von Bundesbürgerinnen im Ausland vorgenommenen Abtreibungen, noch solche, die von Ärzten unter falschen Ziffern abgerechnet würden. Sogenannte Mehrlingsreduktionen, Abtreibungen nach erfolgreicher künstlicher Befruchtung, werden von der Statistik überhaupt nicht erfasst“, erklärte Kaminski. Die ALfA-Bundesvorsitzende verwies darauf, dass das Statistische Bundesamt von 1996 bis zum Jahr 2000 in seinen eigenen Mitteilungen selbst jedes Mal davor warnte, die von ihm veröffentlichten Zahlen als zuverlässig zu betrachten. Häufig lägen bei den Landesärztekammern, so die jahrelang mitgelieferte Formulierung, „keine oder nur unzureichende Erkenntnisse“ vor. „Zwar fehlt diese Warnung seit dem Jahr 2001. Die Rechtsgrundlagen der Abtreibungsstatistik sind aber dieselben wie damals. Der Vorwurf, mit falschen Zahlen zu operieren, fällt daher auf diejenigen zurück, die aus Unwissen oder aus ideologischen Gründen die Wiesbadener Zahlen für bare Münze nehmen. Träfen diese zu, dann wäre die Abtreibung zudem die einzige rechtswidrige Tat in Deutschland, bei der es keine Dunkelziffer gäbe.“