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    Zuckerberg entschuldigt sich für Sperren katholischer Inhalte

    Mehr als zwei Dutzend katholischer Seiten wurden vom Sozialen Neztwerk Facebook blockiert. Bei einer Anhörung vor dem US-Senat entschuldigte sich der Gründer und Vorstandsvorsitzende des Netzwerks, Mark Zuckerberg, nun dafür.

    10.04.2018, USA, District of Columbia, Washington: Mark Zuckerberg, Gründer und Chef von Facebook, stellt sich während e... Foto: Andrew Harnik (AP)

    Der Vorstandsvorsitzende und Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, hat sich vor dem US-Senat für den "Fehler" entschuldigt, katholische Inhalte auf dem sozialen Netzwerk gesperrt zu haben. Zuckerberg, der am Mittwoch im Repräsentantenhaus angehört wurde, hatte bereits am 10. April den Senat besucht. Anlass war der Skandal um die Verletzung der Privatsphäre von Millionen Facebook-Nutzern. Deren Daten sollen dazu verwendet worden sein, um die amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen.

    In seinem mehr als fünfstündigen Auftritt entschuldigte sich Zuckerberg. Auf eine Frage der Kongressabgeordneten für Washington, Cathy McMorris Rodgers, sagte er, dass Facebook "einen Fehler gemacht habe", als es den Post einer franziskanischen Universität blockierte, der das Kreuz von San Damiano zeigte.

    Nach dem Blockieren der Meldung der franziskanischen Universität von Steubenville entschuldigte sich Facebook und teilte mit, man hätte die Anzeige fälschlicherweise zensiert. Zuckerberg erklärte diesbezüglich, dass es viele Anzeigen gebe, die sein Team ständig überprüfe, somit "würde ich nicht von einigen Beispielen auf die Tatsache schließen, dass das ganze System tendenziös sei."

    Der Chef von Facebook bedauerte auch, dass "wir unsere Verantwortung nicht umfassend genug beachtet" haben, um den Einsatz schädlicher Tools zu vermeiden, besonders in Bezug auf "falsche Nachrichten, ausländische Einflussnahme bei Wahlen und Hassreden, sowie bei Projektentwicklern und der Privatsphäre von Daten."

    Senator Ted Cruz stellte Zuckerberg die Frage über eine mögliche Voreingenommenheit gegenüber bestimmten religiösen und politischen Inhalten und präzisierte, dass Facebook konservative Inhalte und "mehr als zwei Dutzend katholische Seiten blockiert hat" - nachdem festgelegt wurde, dass deren Inhalte, Cruz zitierte - "unsicher für die Gemeinschaft".

    Im Juli 2017 wurden 25 katholisch inspirierte Seiten von Facebook blockiert. Darunter mindestens 21 brasilianische und 4 englische Seiten, die von Personen aus den USA und Afrika verwaltet wurden und Millionen von Nutzern erreichten.

    DT/CNA

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