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    Berlin

    Untersuchung zum Rechtspopulismus

    Eine Studie der Deutschen Bischofskonferenz zeigt wenig Sinn für Bürger-Sorgen.

    Demonstration gegen Rechtspopulismus
    "Omas gegen Rechts". Auch die DBK kämpft gegen Rechtspopulismus. Foto: Carmen Jaspersen (dpa)

    Rechtspopulismus - das Schlagwort fällt mittlerweile in fast jeder politischen Diskussion. Aber was ist darunter eigentlich zu verstehen? Die Deutsche Bischofskonferenz hat nun eine Arbeitshilfe dazu veröffentlicht, die von den Bischöfen Stefan Heße, Franz-Josef Bode und Stephan Ackermann in Berlin vorgestellt worden ist.

    Es bleiben Fragen offen

    Die 73-seitige Broschüre, die von dem Sozialethik-Professor Andreas Lob-Hüdepohl erstellt worden, lässt Fragen offen: Wie ist die Qualität der Studie einzuschätzen? Hilft sie tatsächlich dabei, besser zu verstehen, was mit "Rechtspopulismus" gemeint ist? Ist der Begriff überhaupt als neutrale Bezeichnung zu verstehen oder steckt nicht immer auch ein politisches Interesse dahinter, bestimmte Überzeugungen zu diffamieren? Eine Problematisierung leistet die Studie nur unzureichend.

    Wenig Gespür für die Ursachen

    Vor allem zeigen die Autoren wenig Sinn für die Sorgen der Bürger, die letztlich der Anlass dafür sind, warum sie vermeintliche rechtspopulistische Positionen beziehen. Auf diesen Schwachpunkt der Studie wies Politik-Professor Werner Patzelt hin, Experte für AfD und Pegida.

    Wie ist also nun die Arbeitshilfe einzuschätzen: Ist sie überflüssig, tendenziös oder finden sich doch auch interessante Ansätze darin, um einen neuen politischen Phänomen gerecht zu werden? Antworten finden Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 27. Juni 2019. Kostenlos erhalten Sie diese aktuelle Ausgabe der Zeitung hier.

    DT/sesa (jobo)

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