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    Limburger Bischof klagt gegen Abtreibungsgegner

    Abtreibungsgegner stellten den Limburger Bischof Bätzing auf Plakaten als Teufel dar und warfen ihm Kindermord vor. Nun will dieser die Aktionen mit zwei Unterlassungserklärung unterbinden.

    Limburger Bischof klagt gegen radikale Abtreibungsgegner
    Auf seiner Homepage hatte das Bistum Limbrug unter anderem für die liberale Schwangerenkonfliktberatung der evangelische... Foto: Arne Dedert (dpa)

    In Limburg landet eine monatelange Kampagne von Abtreibungsgegnern gegen Bischof Georg Bätzing nun vor Gericht. Bätzing reichte zwei Unterlassungsklagen vor dem Frankfurter Landgericht ein. Das bestätigte Stephan Schnelle, der Limburger Diözesansprecher. Die Unterlassungsklagen richten sich gegen die „Deutsche Zentrumspartei“ und einen Online-Journalisten.

    Bistum warb für Schwangerenkonfliktberatung der evangelischen Diakonie

    Die Aktionen der Abtreibungsgegner, die der Grund für das Handeln des Bischofs sind, sollen von Diffamierungen im Netz über das Verteilen von Flyern bis hin zum Aufstellen eines Banners vor dem Privathaus Bätzings am vergangenen Heiligabend reichen. Darüber berichtet die „Frankfurter Neue Presse“. Der Zeitung zufolge warfen die Abtreibungsgegner dem Limburger Bischof „Kindermord“ vor, stellten ihn in einer Fotomontage als Teufel dar und bezeichneten ihn als „Komplizen der Abtreibungsindustrie“. „Das ist Rufmord. Durch diese Hetze werden Menschen verunsichert“, so Diözesansprecher Schnelle.

    Der Grund für die Protestaktionen gegen Bischof Bätzing war eine kirchliche Internetseite, auf der unter anderem die evanggelische Diakonie und deren Schwangerenkonfliktberatung aufgelistet waren. Der Link zur Diakonie war später gelöscht worden. Alle Versuche, die Initiatoren der Kampagne außergerichtlich zum Einlenken zu bewegen, seien gescheitert, so Bistumssprecher Schnelle. Die Verantwortlichen hätten sich geweigert, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

    DT/mlu

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