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    Katholische Wirtschaftsverbände loben Vatikanschreiben zur Finanzwirtschaft

    Die Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zum Finanzsystem legt nach Ansicht des Vorsitzenden der Katholischen Arbeitnehmerbewegung den „Finger in die Wunde“, wenn sie nach gerechter Verteilung und Entlohnung fragt.

    "Diese Wirtschaft tötet" - mit diesem Satz erlangte Papst Franziskus bereits am Anfang seines Pontifikats große Aufmerks... Foto: KNA

    Katholische Wirtschaftsverbände loben das neue Vatikan-Schreiben zur Finanzwirtschaft. Das Dokument, das die Kongregation für Glaubenslehre mit dem Segen des Papstes vorgelegt hat, warnt vor einem globalen Wirtschafts- und Finanzsystem, in dem das Geld vom „Mittel zum Zweck“ wird und nicht mehr „dient“ sondern „regiert“. „Als Bund der katholischen Unternehmer können wir hier nur zustimmen. Notwendig sind Kriterien für eine solche dienende Funktion“, stellt dessen Bundesvorsitzender Ulrich Hemel fest. Für ihn geht es „um eine inhaltliche Diskussion“ und eine „gesellschaftliche Auseinandersetzung“ darüber, wie diese „Kriterien des Dienens“ in der Praxis aussehen sollen. Für seine Kollegen und sich nimmt Hemel in Anspruch, „dass für uns die Kopplung von sozialen und wirtschaftlichen Indikatoren wichtig ist“.

    Hemels Amtskollege Andreas Luttmer-Bensmann von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung betont: „Die Grundüberlegung, dass Geld und Wirtschaft dem Menschen dienen sollen, ist nicht neu, vielleicht nicht passend zum Mainstream, aber ein Wegweiser in eine menschlichere Zukunft.“ Der Bundesvorsitzende der KAB kritisiert, dass „Wirtschaft inzwischen zum Selbstzweck geworden ist und politisches Handeln danach ausgerichtet wird, ob es der Wirtschaft an sich dient.“ Deshalb legt die Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zum Finanzsystem für ihn „die Finger in die Wunde“, wenn sie die Fragen nach einer gerechten Verteilung der Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen und der gerechten Entlohnung aufwirft.

    Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 30. Mai.
    DT

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