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    Die Stubaier Eisgrotte – Eine verzauberte Welt

    Wie in einer verzauberten Märchenwelt: Die Wände sind tatsächlich aus Eis, mit blauem Licht bestrahlt. Ganz beeindruckt von der Natur steht man im Innern des Gletschers. Deutlich sind an den verschiedenen Eisschichten die Jahreszeiten zu erkennen. Wenn das Eis durchsichtig wie Glas ist, dann ist es Schmelzwasser – dunkle Schichten sind Schmelzwasser mit Staub und Sand. Darüber liegt eine Schicht aus milchig-weißem Eis aus dem Winter. Das undurchsichtige Eis ist „Schnee mit Blasen“, das heißt, es befand sich Sauerstoff an den Schneeflocken, als sie einfroren. 400 bis 500 Jahre ist das Eis im Durchschnitt alt. Der Stubaier Gletscher ist ein fließender Gletscher, der alles, was er mitnimmt, durch den Druck des Eises und die Fließbewegung zerreibt wie in einem Mahlwerk. 150 Meter ist die neue Eisgrotte am Stubaier Gletscher lang. 25 bis 35 Meter Eis liegen noch unter der Eishöhle und etwa 25 bis 35 Meter liegen darüber. Sommer wie Winter herrscht hier konstant eine Temperatur von Null Grad. Extra für Kinder gibt es einen 20 Meter langen Nebengang, der nur 1,50 Meter hoch ist. Auf dem Eisthron kann man ein Erinnerungsfoto schießen. Dann ist man für einen Moment der Eiskönig, die Eiskönigin oder gar ein Berggeist.

    Wie in einer verzauberten Märchenwelt: Die Wände sind tatsächlich aus Eis, mit blauem Licht bestrahlt. Ganz beeindruckt von der Natur steht man im Innern des Gletschers. Deutlich sind an den verschiedenen Eisschichten die Jahreszeiten zu erkennen. Wenn das Eis durchsichtig wie Glas ist, dann ist es Schmelzwasser – dunkle Schichten sind Schmelzwasser mit Staub und Sand. Darüber liegt eine Schicht aus milchig-weißem Eis aus dem Winter. Das undurchsichtige Eis ist „Schnee mit Blasen“, das heißt, es befand sich Sauerstoff an den Schneeflocken, als sie einfroren. 400 bis 500 Jahre ist das Eis im Durchschnitt alt. Der Stubaier Gletscher ist ein fließender Gletscher, der alles, was er mitnimmt, durch den Druck des Eises und die Fließbewegung zerreibt wie in einem Mahlwerk. 150 Meter ist die neue Eisgrotte am Stubaier Gletscher lang. 25 bis 35 Meter Eis liegen noch unter der Eishöhle und etwa 25 bis 35 Meter liegen darüber. Sommer wie Winter herrscht hier konstant eine Temperatur von Null Grad. Extra für Kinder gibt es einen 20 Meter langen Nebengang, der nur 1,50 Meter hoch ist. Auf dem Eisthron kann man ein Erinnerungsfoto schießen. Dann ist man für einen Moment der Eiskönig, die Eiskönigin oder gar ein Berggeist.

    Von der Bergstation Eisgrat in 3 000 Meter Höhe im Stubaital sind es nur fünf bis zehn Minuten auf einem gut ausgebauten Weg bergab bis zur Eisgrotte. Schon auf dem Weg hat man grandiose Blicke auf die hochalpine Welt, auf den Gletscher, den Gipfel der Schaufelspitze und bis zum Gipfel des Elfers bei Neustift. In der Eisgrotte selbst gibt es auf verschiedenen Stationen Informationen zum Thema Gletscher. So erfährt man viel über die Fließbewegung des Gletschers. Die dicke Eismasse fließt unter der Schwerkraft talwärts; je steiler das Gelände ist, umso schneller fließt sie. Im Sommer fließt der Gletscher bedingt durch das Schmelzwasser, das die Reibung am Untergrund verringert, schneller als im Winter. An der Decke der Eisgrotte sieht man Schrauben, je weiter sie aus dem Eis ragen, umso mehr ist das Eis geschmolzen. Durch die Atemluft und Körperwärme der Besucher schmilzt das Eis schnell – deshalb dürfen immer nur 50 Besucher gleichzeitig in der Grotte sein. In der Nacht kann sich das Eis in der Grotte wieder erholen und gefrieren. Bei der Aushöhlung der Eisgrotte wurden Pilzsporen und Staub aus der Sahara gefunden. In drei Teleskopen kann man Aufnahmen von Pilzsporen, Saharasand und Hornmilben sehen. Hornmilben und andere Gliederfüßler werden häufig vom Wind in den Gletscher geweht und im Eis eingeschlossen.

    Gletscher entstehen dort, wo Schnee mehrere Jahre nicht schmilzt und liegenbleibt. Durch den Druck der vielen Schneeschichten verwandelt sich der Schnee im Laufe von mehreren Jahrzehnten zu Gletschereis. Durch die Schwerkraft fließt der Gletscher oft mehrere Meter im Jahr talwärts. An Geländekanten oder Felsbuckeln im Untergrund bilden sich Risse im Eis, die Gletscherspalten genannt werden. Durch das Schmelzwasser im Sommer entstehen Eis-Kanäle oder Gletschermühlen, deren Wasser am Untergrund des Gletschers bis zum Gletschertor fließt und dort zutage tritt.

    In den letzten Jahrzehnten zogen sich die Gletscher im Alpenraum stark zurück. Vor 18 000 Jahren reichten die Gletscher der Alpen noch bis Rosenheim, Bozen, Klagenfurt und Salzburg. Am Stubaier Gletscher wurde als einer der ersten angefangen den Schnee und das Eis im Sommer mit Vlies abzudecken und zu bewahren. Durch die Abdeckung im Sommer und künstliche Beschneiung können 70 Prozent des Eises geschützt und dem Abschmelzen Einhalt geboten werden.

    Die Besucher der Eisgrotte benötigen warme Kleidung und gutes Schuhwerk. Dann weist Alois, ein Mitarbeiter der Stubaier Gletscherbahn, auf das Vlies hin, das den Gletscher abdeckt und zum Gletscherschutzprogramm gehört. Es ist dazu da, dass der Schnee unter dem Vlies erhalten bleibt und im Laufe der Jahre zu Eis wird. Zehn Hektar werden im Skigebiet abgedeckt. Durch das künstliche Beschneien des Skigebiets und die Abdeckung werden die kommerziell genutzten Gletscher besser erhalten als die wilden Gletscher.

    Dass die Gletscher im Alpenraum abgeschmolzen sind, hat es im Laufe der Geschichte schon häufiger gegeben – gewachsen sind sie auch immer wieder. Im Jahre 1850 gab es einen Höchststand des Gletschers, er reichte noch fast bis zur heutigen Dresdner Hütte. Seit Ende 1980 bis 1990 schmilzt der Gletscher in jedem Jahr etwa einen Meter. Der Daunferner hat heute mit 90 Metern noch die dickste Eisschicht im Skigebiet.

    Früher wohnten im Stubaital in den Hochtälern Bauern, die arm waren und ein karges Leben fristeten. Der Gletscherpfarrer Franz Senn war ein Visionär, der eine große Rolle für den Tourismus spielte. Er war Mitbegründer des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins, der Schutzhütten im gesamten Alpenraum bauen ließ und den Wandertourismus ankurbelte und dadurch sind Arbeitsplätze geschaffen worden. Im 19. Jahrhundert kamen die Gäste zur Sommerfrische und zum Wandern und ab den 70er Jahren auch zum Ski fahren. Heute arbeiten 300 Angestellte für die Bergbahn, die Hotels und Pensionen. Handwerker und Geschäfte profitieren von den Wintersportlern und Gletscherbesuchern.

    Kontakt: Stubaier Gletscher, Mutterberg 2, A-6167 Neustift, Österreich, Tel.: 0043-5226-8141, info@stubaier-gletscher.com, www.stubaier-gletscher.com,

    Schneetelefon: 0043-5226-8141-400

    Öffnungszeiten: geplant ganzjährig.