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    Impulse des „Instituts für Ehe und Familie“ für Tagespost-Leser

    Wo Gaben sind, sind auch Aufgaben

    Ein Trainingsprogramm für Kinder und Teenies: Leistungsfähigkeit.

    Leistungsfähigkeit, Liebesfähigkeit und Leidensfähigkeit - Tipps in der Corona-Krise
    Anspornen, Mut zusprechen und ihnen etwas zutrauen. Kinder und Teenies besser nicht unterschätzen. Foto: Julian Stratenschulte (dpa)

    Viktor Frankl, der Begründer der dritten Wiener Schule, der Logotherapie und Existenzanalyse, ist selbst durch sehr schwere Zeiten gegangen. Sein Bestseller „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ zeugt davon, dass Leidvolles, so wie wir es derzeit täglich erleben, auch wahre Schätze hervorbringen kann. Trainieren können Sie als Familie die sogenannten „drei L“: Leistungsfähigkeit, Liebesfähigkeit und Leidensfähigkeit.

    Fünf mal loben am Tag

    Leistungsfähigkeit wird durch schöpferische Werte motiviert. Nach Viktor Frankl sieht der Mensch seinen Lebenssinn darin, etwas zu tun und zu schaffen. Den Akzent setzt er dabei jeweils auf den Menschen selbst. Wichtig ist: WER schafft, WIE schafft er – nicht WAS schafft er. Helfen Sie Ihren Kindern und Teenies, den verborgenen Schatz zu bergen indem Sie Interesse zeigen. Zum Beispiel an den Schulaufgaben der Kinder. Aber nicht nur für die Noten, sondern für die Inhalte. „Warum braucht ein Kaktus so wenig Wasser? Warum hast du das Buch spannend/langweilig gefunden?“ Oder indem Sie zur Leistung anspornen und Mut zusprechen („Kürzlich ist es dir so gut gelungen, den Ikea-Kasten aufzubauen“), zur Aktivität locken („Heute Vormittag ist eine gute Zeit zum Rasenmähen, draußen ist so ein schönes Wetter“), loben, loben, loben. Nicht schwärmerisch, sondern ehrlich, konkret und sachlich. Wird positives Verhalten mindestens fünf Mal täglich positiv kommentiert, fühlen sich die Menschen deutlich besser, sind motivierter, aufmerksamer, loyaler, arbeitswilliger, einsatzbereiter.

    Trauen Sie Kindern was zu

    Übergeben Sie Verantwortung: Muten Sie Ihren Kindern und besonders Teenagern etwas zu!
    Im praktischen Bereich etwa, das eigene Zimmer in Ordnung zu halten, im Beziehungsbereich, mit kleineren Geschwistern zu spielen oder sich mit ihnen zu beschäftigen, im Organisationsbereich, den Urlaub mitzuplanen oder den Essensplan für die Woche mitzuüberlegen, im Umgang mit Medien, gemeinsam zu überlegen, wann und wie viel Medienkonsum sinnvoll ist. Dadurch kann man Kindern und Jugendlichen helfen, innerhalb der eigenen vier Wände Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Darin ist ein Schatz verborgen, denn wo die Gaben sind, da sind auch die Aufgaben.

    In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ehe und Familie (IEF) in Wien, einer Einrichtung der Österreichischen Bischofskonferenz, bietet Ihnen „Die Tagespost“ für die Dauer der Corona-Krise täglich einen Tipp für Ehen und Familien. Weitergehende Hintergründe, Informationen und Analysen finden Sie in Ihrer jeden Donnerstag erscheinenden TAGESPOST sowie auf www.ief.at/coronahilfe

     

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