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    Zeiten und Menschen (89)

    Heute ist der 9. März 2018.

    Das Gerät heißt schlicht Apple Watch, aber eine normale Uhr ist es nicht. Apple-Chef Tim Cook am Dienstagabend bei der P... Foto: dpa

    Heute vor 450 Jahren wurde der Heilige Aloisius von Gonzaga geboren. Im Jahre 1585 verzichtete Luigi zugunsten seines Bruders Rudolf auf das väterliche Erbe, die Markgrafschaft Castiglione. Nach der Einwilligung seines Vaters, auf die er geduldig und mühsam warten musste, trat er in Rom in den neu gegründeten Orden der Jesuiten ein. Dort betrieb er theologische Studien. Die Pflege Kranker lag ihm am Herzen. Er setzte sich dafür ein, dass auch Armen ein würdiges Begräbnis zuteilwerde. Seine intensive Sorge um Kranke führte ungewollt zu seinem frühen Tode. Als in Rom eine Pestepidemie wütete, infizierte sich Aloisius und starb mit 23 Jahren. Aloisius wurde nur 14 Jahre nach seinem Tod am 19. Oktober 1605 durch Papst Paul V. seliggesprochen. Am 31. Dezember 1726 wurde er durch Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Derselbe Papst erklärte ihn im Jahre 1729 zum Schutzheiligen für junge Studenten. Im Jahre 1926 wurde er von Pius XI. zum Schutzheiligen der christlichen Jugend erklärt. Wegen der Art seines Todes wurde er immer als Schutzheiliger der Pestopfer betrachtet, in jüngerer Zeit auch der an AIDS Erkrankten und ihrer Pfleger. Er wird auch bei Augenleiden und bei sexuellen Versuchungen angerufen. Der hl. Aloisius ist Schutzpatron der Stadt Mantua. Sein Gedenktag ist der 21. Juni.

    Vor 200 Jahren wurde Rahmatallah ibn Chalil ar-Rahman al-Kairanawi al-Hindi geboren, ein islamischer Gelehrter aus Indien, der gegen die christliche Mission kämpfte und mehrere Streitschriften auf Urdu und Arabisch gegen das Christentum verfasste. Sie zielten darauf ab, den Nachweis der allgemeinen Verfälschung der christlichen Heiligen Schriften zu erbringen. Seine öffentliche Diskussion mit dem protestantischen Missionar Karl Gottlieb Pfander (1803–1865) in Agra im Jahre 1854 stellt einen Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam im 19. Jahrhundert dar. Nach dem Indischen Aufstand von 1857 flüchtete Rahmatallah nach Mekka und gründete dort eine Madrasa. Sie war die erste Madrasa in Mekka, in der auch nicht-religiöse Wissenschaften gelehrt wurden. Rahmatallah reiste mehrfach nach Istanbul und stand zu den osmanischen Sultanen Abdülaziz (1861–1876) und Abdülhamid II. (1876–1909) in freundschaftlicher Beziehung. Seine Art der Auseinandersetzung mit dem Christentum wird bis heute von vielen muslimischen Apologeten als vorbildlich betrachtet.

    Vor 200 Jahren wurde auch der Mathematiker Ferdinand Joachimsthal geboren. Er befasste sich mit Differentialgeometrie und analytischer Geometrie insbesondere von Flächen und war für die hohe Qualität seiner Vorlesungen bekannt, von denen zwei postum als Bücher herausgegeben wurden.

    Vor 100 Jahren verstarb der Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler Frank Wedekind. Mit seinen gesellschaftskritischen Theaterstücken gehörte er zu den meistgespielten Dramatikern seiner Epoche.

    Seinen 50. Geburtstag feiert heute Youri Djorkaeff, ein ehemaliger französischer Fußballspieler mit mütterlicherseits armenischen Wurzeln. Sein Großvater väterlicherseits war ein kalmückischer Kosake, der nach 1917 nach Frankreich emigrierte. Zwischen Oktober 1993 und Juni 2002 bestritt Youri Djorkaeff 82 Länderspiele für die französische Nationalmannschaft und erzielte dabei 28 Tore. Bei der Weltmeisterschaft 1998, der Europameisterschaft 2000 und dem Konföderationen-Pokal 2001 gewann er mit Frankreich den Titel.

    Einen guten Tag wünscht

    Josef Bordat