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    Vom Bedürfnis nach Gott erfasst

    "Mit acht Jahren schon wollte ich Missionarin werden": Das Porträt einer Glaubensbotin auf Big Corn Island in Nicaragua.

    Mutter Teresita, die den Orden Ende der 1980er Jahre ins Leben gerufen hatte, sagte der jungen Maribel voraus: „Du wirst... Foto: Inga Kjer (dpa)

    Mit acht Jahren schon wollte ich Missionarin werden“, schaut Schwester Maribel Marchena, 36, zurück und stellt klar: Missionarin ja, aber keine Ordensfrau. Es kam anders. Sie begegnete, immer noch ein Mädchen, Teresita Ortez, der Gründerin der Kongregation der Dienerinnen des Heiligen Antlitzes, auf Spanisch: „Congregación Hermanas Siervas del Divino Rostro“.

    Mit 15 verließ Maribel ihr Elternhaus für immer

    Mutter Teresita, die den Orden Ende der 1980er Jahre ins Leben gerufen hatte, sagte der jungen Maribel voraus: „Du wirst einmal Nonne sein.“ Maribel spürte, wie tief im Innern etwas zu nagen begann, eine unbestimmte Unruhe in ihr wuchs. Es erfasste ihr Herz, ihre Seele. „Das kam regelrecht aus mir heraus. Ich spürte Durst nach Gott“, reflektiert sie. Sie wartete bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr und verließ das Elternhaus im Norden Nicaraguas. Für immer. In der Hauptstadt Managua schloss sie sich der Schwesterngemeinschaft an. „Das war die schönste Erfahrung meines Lebens. Es waren meine ersten Schritte als Missionarin“, sagt sie.

    Die ersten Gelübde legte die Missionarin als 17-Jährige ab

    Die ersten Gelübde legte Maribel als 17-Jährige ab. 2004 folgte die ewige Profess. Seit zwei Jahren lebt sie auf Big Corn Island, der „Großen Mais-Insel“, ein territoriales Anhängsel Nicaraguas in der Karibik.

    Wie die Kongregation der Dienerinnen des Heiligen Antlitzes in Nicaragua arbeitet und was Schwester Maribel antreibt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 13. September. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT

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