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    Papst spricht Chemikern Guadalupe Ortiz selig

    Rund 11 000 Frauen, Männer und Familien aus aller Welt feiern in Madrid die Seligsprechung der Chemikerin Guadalupe Ortiz. In seinem Grußwort unterstreicht Papst Franziskus, dass „Beispiele der Heiligkeit“ wie jenes der seligen Guadalupe mit Hoffnung erfüllten.

    Guadalupe sei „Licht“ für jene gewesen, die ihr begegneten, „mutig und mit einer Lebensfreude, die ihrem tiefen Gottvert... Foto: IN

    Die Chemielehrerin Guadalupe Ortiz de Landázuri (1916–1975) ist am Wochenende im Auftrag von Papst Franziskus in ihrer Geburtstadt Madrid seliggesprochen geworden. In seinem Grußwort unterstrich der Papst, dass „Beispiele der Heiligkeit“ wie jenes der seligen Guadalupe „uns mit Hoffnung“ erfüllten und „uns klar den Weg zeigen, den wir gehen müssen“. Zugleich ermunterte er alle Gläubigen der Prälatur „Opus Dei“ und jene, die an seinen Apostolaten teilhaben, nach jener „Heiligkeit der Normalität“ zu streben, die „die Welt und Kirche heute so notwendig haben.“

    Gebet und Tun, Kontemplation und Arbeit harmonisch vereinen

    Kardinal Giovanni Angelo Becciu, Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, stand der Feier vor. „Die neue Selige zeigt uns, den Christen von heute, dass es möglich ist, Gebet und Tun, Kontemplation und Arbeit harmonisch zu vereinen“, so der Kardinal in seiner Predigt.

    Guadalupe brachte Studentinnenheime in Bilbao und Mexico City sowie Berufsschulen für mexikanische Campesinas auf den Weg. Später erarbeitete sie als stellvertretende Direktorin pädagogisch anspruchsvollere Unterrichtsmethoden für einen neuen Typ von Hauswirtschaftsschule.

    "Lebensfreude, die ihrem tiefen Gottvertrauen entsprang"

    Stefanie Hartmann ist aus Köln zur Seligsprechung nach Madrid gekommen: „Guadalupe war eine starke, sympathische Frau, die dort, wo sie war, die Menschen für Gott begeistert hat.“ Guadalupe sei „Licht“ für jene gewesen, die ihr begegneten, „mutig und mit einer Lebensfreude, die ihrem tiefen Gottvertrauen entsprang“, hatte zuvor Kardinal Becchiu in seiner Predigt gesagt. Ihre tiefe Nähe zu Gott habe ihr große Gelassenheit auch in schwierigen Momenten ihres Lebens geschenkt. Ihre „innige und beständige Einheit mit Christus“ war das Fundament ihres reichen christlichen Lebens, so weiter Kardinal Becchiu.

    Erstes Laienmitglied des Opus Dei, das seliggesprochen wird

    Mit Opus-Dei-Prälat Fernando Ocariz haben zahlreiche weitere Kardinäle und Bischöfe bei dem Gottesdienst in der Multifunktionshalle Vista Alegre konzelebriert. Die Seligsprechung des ersten Laienmitglieds des Opus Dei sah der Prälat in seiner Ansprache dankbar als „neuerliches Siegel“, das die Kirche für jenen Weg gibt, den Gott den heiligen Josefmaria Escrivá mit der Gründung des Opus Dei sehen ließ: die Heiligung mitten im Alltag. Im Leben der neuen Seligen könne man dankbar erkennen, „wie der Herr mitten in unseren Städten und Straßen, in unseren Familien und unseren Arbeitswelten wirkt.“

    Der Postulator des Seligsprechungsprozesses, Antonio Rodríguez de Rivera, hatte Guadalupe charakterisiert als eine „in Gott verliebte, tief gläubige Frau, die mit ihrer Arbeit und ihrem Optimismus anderen in ihren spirituellen und materiellen Bedürfnissen zur Seite stand".

    DT

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