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    Pakistan: Christen und Muslime erklären sich solidarisch mit vertriebenen Christen

    In einem pakistanischen Dorf wurden christliche Familien unrechtmäßig von ihren Grundstücken vertrieben. Nun reiste eine Delegation der Pakistanischen Bischofskonferenz in das Dorf, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

    Sebastian Francis Shaw, Erzbischof von Lahore in Pakistan, spricht am 20. April 2017 bei einem Forum in Washington. Foto: Bob Roller (KNA)

    Die Kommission für interreligiösen Dialog und Ökumene der Pakistanischen Bischofskonferenz erklärt sich solidarisch mit christlichen Familien in Narowal in der Provinz Punjab. Die Familien wurden von einem einflussreichen muslimischen Unternehmer gewaltsam von ihren Grundstücken vertrieben. Eine Delegation der Kommission, in der muslimische und christliche Religionsvertreter zusammenarbeiten, reiste unter Leitung von Pater Francis Nadeem und dem muslimischen Religionsvertreter, Muslimführer Muhammad Asim Makhdoom, nach Narowal, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Gemeinsam mit anderen christlichen und muslimischen Repräsentanten verurteilten sie "den brutalen Akt“ und forderten Gerechtigkeit, wobei sie an "die Notwendigkeit sofortiger rechtlicher Schritte" erinnern. Die Kommission versprach in diesem Zusammenhang den Opfern auch jede mögliche Kooperation, darunter eventuellen Rechtsbeistand. Die betroffenen christlichen Familien dankten insbesondere auch dafür, dass „muslimische Religionsführer dieses Unrecht verurteilen und die Regierung zu unverzüglich Maßnahmen gegen die Täter auffordern“.

    Am 1. April waren über 30 christliche Familien gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben worden. Es handelt sich um Gemeindemitglieder der presbyterischen Kirchengemeinde im Dorf Sankhatra im Distrikt Narowal, Provinz Punjab. Die Christen wurde gezwungen, die Häuser zu verlassen, da diese angeblich auf Grundstücken gebaut wurden, die der Regierung gehören. Dies geschah auf Initiative des Besitzers einer Lehmziegelbrennerei, der Mitglied der Pakistan Muslim League (des ehemaligen pakistanischen Premierministers Nawaz Sharif) ist. Nachdem die Christen das Grundstück verlassen hatten begannen die Mitarbeiter der Ziegelbrennerei mit dem Bau einer Umzäunungsmauer, so dass die vertriebenen Familien nicht zurückkehren konnten. Nach Angaben der Christen versucht der Besitzer der Lehmziegelbrennerei, aufgrund von gefälschten Dokumenten Anspruch auf den Besitz des Grundstücks zu erheben. Lokale christliche Gemeinden boten den Vertriebenen Notunterkünfte an.

    DT/Fides
     

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