• aktualisiert:

    Mechthild Löhr: Lebensrechtsbewegung verdankt Spaemann viel

    Mechthild Löhr, die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), würdigt in einem Nachruf für den Bundesverband Lebensrecht (BVL) Robert Spaemanns große Verdienste für die Lebensrechtsbewegung.

    Robert Spaemann ergriff engagiert Partei, in Wort, Schrift und Tat. Foto: un.

    Auf Robert Spaemanns große Verdienste für die Lebensrechtsbewegung, verweist die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr.

    Spaemanns ethische Grundnorm: "Es gibt kein gutes Töten"

    Mechthild Löhr: "Auf Basis der ethischen Grundnorm: 'Es gibt kein gutes Töten.' kritisierte er ausdrücklich Tendenzen zur Freigabe der Tötung auf Verlangen und zur Liberalisierung der Sterbehilfe. Diese Auseinandersetzungen um die Relativierung der Menschenrechte durch Abtreibung, Eugenik oder Euthanasie führte er frühzeitig und mit großer Entschlossenheit". In einem Nachruf für den Bundesverband Lebensrecht (BVL) weist Löhr darauf hin, dass sich Spaemann "in vielen Veröffentlichungen" insbesondere "für den Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zum natürlichen Tod eingesetzt" habe. "Die Lebensrechtsbewegung in Deutschland hat ihm unendlich viele Anstöße und Ermutigungen zu verdanken", so Löhr.

    Mechthild Löhr: Robert Spaemann war "respektvoll, liebenswürdig, selbstlos und gesprächsbereit"

    "So präzise, scharf und dezidiert er in seinen intellektuellen theoretischen Argumentationen war, so respektvoll, liebenswürdig, selbstlos und gesprächsbereit zeigte er sich mit seiner Persönlichkeit in persönlichen Begegnungen", erinnert sich Mechthild Löhr. "Wir trauern um einen großen christlichen Philosophen und Denker und um einen beindruckenden, großherzigen Menschen, der nie gleichgültig oder resigniert war oder wurde. Robert Spaemann hat mit seinem umfassenden Werk und seinem Leben gleichermaßen gezeigt, wie stark christliches Denken auch heute einen intellektuellen Gegenentwurf zum Zeitgeist entfalten kann, wenn es von einer reflektierten und überzeugenden Persönlichkeit getragen wird".

    Viele Anstöße und Ermutigungen für die Lebensrechtsbewegung in Deutschland

    Die Lebensrechtsbewegung in Deutschland habe ihm "unendlich  zu verdanken". "Seine Schriften und seine persönliche Beiträge werden von bleibendem Interesse sein, denn er hat stets den Mut gehabt, den Grundfragen menschlicher Existenz konsequent nachzuspüren und das unbedingte Lebensrecht des Menschen zu verteidigen", so die CDL-Bundesvorsitzende.

    DT (jobo)

    Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie die Zeitung hier.

    Weitere Artikel