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    "Das menschliche Gesicht der Kirche verkörpert"

    Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) bedauert den Tod von Kardinal Lehmann: Der Vorsitzende Ulrich Hemel bezeichnet ihn als Kirchenführer, der stets Dialog und Ausgleich suchte.

    ARCHIV - 26.06.2014, Rheinland-Pfalz, Mainz: Kardinal Karl Lehmann unterhält sich im Bischöflichen Ordinariat bei einer ... Foto: Fredrik von Erichsen (dpa)

    Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) würdigt den am vergangenen Sonntag verstorbenen Kardinal Lehmann. "Karl Kardinal Lehmann war ein Kirchenführer, der immer den Dialog und den Ausgleich widerstreitender Interessen gesucht hat", erklärt der Vorsitzende Ulrich Hemel in einer Pressemitteilung. Der BKU habe die Nachricht von seinem Tod "mit großer Trauer" aufgenommen. "Kardinal Lehmann hat in besonderer Weise das menschliche Gesicht der Katholischen Kirche verkörpert. Wir werden ihn  sehr vermissen", so Hemel weiter. In seiner Funktion als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz habe Kardinal Lehmann keine Konflikte gescheut und seine Überzeugungen, die er "aus einem tiefen Glauben und einer hohen theologischen Kompetenz" herleitete, mutig vertreten. Hemel weiter: "Mit seiner herzlichen und gewinnenden Art war er auch den Mainzer Katholiken ein guter Hirte." Er habe das Bild der Katholischen Kirche in Deutschland und in seinem Bistum in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig geprägt.

    Der BKU-Vorsitzende weist zudem darauf hin, dass die Gesprächspartner des Kardinals im Dialog mit Politik und Wirtschaft dessen breites Wissen und seine überzeugende Art der Argumentation bewundert hätten. "Die hohe Wertschätzung für ihn wurde bei seinem Abschied aus dem Bistum Mainz im Mai 2016 von vielen Seiten deutlich zum Ausdruck gebracht", erklärt Ulrich Hemel.

    Lehmann äußerte sich auch einmal zur Rolle der katholischen Verbände in Deutschland. Diese nannte er "Scharniere", die die Verbindung der Kirche in die Welt erleichterten. Dies, so Hemel, nehme er als Ansporn für den BKU, dem Bild gerecht zu werden und "die frohe Botschaft überall dorthin zu tragen, wo Menschen unternehmerisch tätig sind". Seine Stellungnahme schließt Hemel mit den Worten: "Wir trauern um einen der großen Repräsentanten der Kirche in Deutschland."

    DT

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