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    Würzburg

    Junge Federn: Fatima als Vorbild

    Aufgrund der Coronapandemie bildet eine Marienfeier im Würzburger Dom die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Monatswallfahrten.

    Franziskus in Fatima
    Ein historisches Ereignis: In der Tradition seiner Vorgänger besucht Papst Franziskus den portugiesischen Marienwallfahr... Foto: dpa

    Eigentlich hätte alles ganz anders sein sollen. Wie in den Jahren zuvor hatte unser Fatimaweltapostolat für den 13. Mai den internationalen Fatimatag in Retzbach geplant, 2020 mit dem Apostolischen Nuntius Erzbischof Nikola Eterovic als Ehrengast. Ein besonderer „Höhepunkt“ des Fatimatages war auch immer der zu Beginn der Feier gebetete internationale Rosenkranz in zwölf Sprachen. Doch diesmal fuhren wir nicht zur Wallfahrtskirche nach Retzbach. Die Coronapandemie und die mit ihr verbundenen Beschränkungen machten die Umsetzung dieses Projektes unmöglich. Eine Notlösung war nach einigem Überlegen gefunden: eine Marienfeier im Würzburger Dom. Sie sollte die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Monatswallfahrten werden.

    Die Gnade Gottes als Stärke

    Zu Beginn der auf 60 Minuten limitierten Feier wandte sich der Nuntius, der nicht persönlich nach Würzburg kommen konnte, mit einem ehrlichen, aber ermutigenden Grußwort an die Gläubigen. Seine Botschaft stellte er unter die Worte, die Maria selbst bei ihrer Erscheinung in Fatima an die Hirtenkinder gerichtet hatte: „Ihr werdet viel zu leiden haben, aber die Gnade Gottes wird eure Stärke sein.“ Eindrucksvoll rief Erzbischof Eterovic dazu auf, auch und gerade in den Zeiten des Leidens und der Krise auf Gottes Gnade zu vertrauen und empfahl uns dazu die Gottesmutter und die Hirtenkinder als Vorbilder und Fürsprecher. Ganz wie es Maria wünscht, nämlich täglich den Rosenkranz zu beten, schlossen sich die Aussetzung des Herrn in der Monstranz und das betrachtende Gebet des Rosenkranzes an.

    Nach den vielen Wochen des Verbotes öffentlicher Gottesdienste war die Gebetsgemeinschaft der Gläubigen im Dom deutlich spürbar, besonders auch bei der innig mitgesungenen Lauretanischen Litanei, die zu jeder Fatimafeier gehört. In seinen Schlussworten erinnerte der Diözesanleiter des Fatimaweltapostolates Würzburg, Vikar Christian Stadtmüller, uns daran, dass wir in Maria bei aller Not und Verzweiflung eine Mutter haben, an die wir uns wenden dürfen. Mit dem „Totus tuus, Maria“, das freudig den Schlusspunkt der Feier setzte, waren die 60 Minuten schnell vorübergegangen.

    Ein Fest des Glaubens

    Auch wenn alles ganz anders verlief als ursprünglich geplant, so war dieser Fatimatag für mich doch keine Enttäuschung, sondern ein Fest des Glaubens. Ein schlichtes zwar. Aber irgendwie hat es in diese von Opfer und Verzicht geprägten Tage gepasst. Persönlich habe ich mich gefreut, bei den Kantorinnen mitzusingen und so einen kleinen Beitrag für eine schöne Feier leisten zu können, die über YouTube und Facebook auch zuhause von vielen verfolgt wurde. Und ich bin mir eigentlich sicher, dass auch die Gottesmutter ihre Freude an diesem ihrem Gedenktag und der Feier ihr zu Ehren hatte.

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