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    Avila

    Papst würdigt Kirchenlehrerin Teresa von Avila

    Als "außergewöhnliche, kreative und innovative Frau" würdigt Papst Franziskus die heilige Teresa von Avila. Er unterstrich die Bedeutung des Gebets im Leben der spanischen Reformerin.

    Kirchenlehrerin Teresa von Avila als Statue
    Die internationale Bedeutung Teresas machte Papst Franziskus an der unbeirrbaren Entschlossenheit Teresas fest, in der V... Foto: Foto:

    Papst Franziskus hat die spanische Reformerin Teresa von Avila (1515-1582) als „außergewöhnliche, kreative und innovative Frau“ gewürdigt. In einer Videobotschaft, die am Donnerstag im Rahmen eines Kongresses in der Geburtsstadt der Heiligen (Avila)verbreitet wurde, unterstrich der Papst die Bedeutung des Gebets im Leben der Heiligen. Franziskus übertrug Zitate der Heiligen auf die Situation der Kirche heute.

    Gottes Auftrag entschlossen erfüllen

    Die internationale Bedeutung Teresas machte Papst Franziskus an der unbeirrbaren Entschlossenheit Teresas fest, in der Verbindung der Einheit mit dem Herrn festzuhalten und den Auftrag zu erfüllen, dem Gott ihr anvertraut hatte. Das Herausragende ihrer Person beruhe jedoch allein auf ihrer Verbindung mit Christus im Gebet und in ihrer Verfügbarkeit, betonte Franziskus in einer am Donnerstag verbreiteten Videobotschaft an einen Kongress im spanischen Avila.

    “Wir leben heute wie Teresa von Avila in ,schweren Zeiten', in denen ,starke Freunde Gottes'" notwendig seien. In diesem Zusammenhang bestehe "die große Versuchung" darin,  der Desillusion oder der Resignation nachgeben oder der verhängnisvollen und grundlosen Vorahnung, alles werde schiefgehen. Diesem "fruchtlosen Pessimismus" müsse die Hoffnung entgegengesetzt werden, in dem Bewusstsein, dass "Gott groß ist und über den menschlichen Horizont hinausgeht, dass Gott gut ist und uns liebt". Sich aus Angst abzukapseln und in Kleinkram zu flüchten, sei ein Fehler. 

    Papst warnt vor Fehlhaltungen im Gebet

    Der Papst warnte auch vor Fehlhaltungen im Gebet: Teresa habe die Ordensfrauen gelehrt, dass das Gebet nicht dazu da ist, um außergewöhnliche Erfahrungen zu machen, sondern um sich mit Christus zu verbinden. „Das Zeichen dieser Verbindung sind die Werke der Nächstenliebe“, so Papst Franziskus. Wie zu Zeiten Teresas solle auch heute durch die Christen der Heilige Geist das Antlitz der Erde erneuern, sagte der Papst. Er erinnerte an den „Ruf zur Heiligkeit“, den das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) allen Gläubigen zuspreche. Dabei gehe es nicht darum, Heilige „zu kopieren“; jeder müsse seinen eigenen Weg erkennen. DT/reg

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