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    Vatikanstadt

    Eine Kette von Skandalen erschüttert den Vatikan

    Drei Päpste haben versucht, seit Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Finanzen des Vatikans unter Kontrolle zu bekommen. Mit dem Fall "Becciu" stehen alte Gespenster auf. Doch es gibt auch positive Signale.

    Dass der Vatikan reich und dennoch stets in Geldnöten ist, mag wie ein Paradox klingen, ist aber keins. Mit seinem in der Welt wohl einzigartigen Patrimonium dürfte der kleine Kirchenstaat Schätzungen zufolge über ein Bruttovermögen von etwa 13 Milliarden Euro verfügen: Immobilien im Wert von acht und Anlagepapiere im Wert von fünf Milliarden Euro. Aber welchen Wert hat etwa der Petersdom? Oder wie taxiert man die Kunstschätze, die in den Vatikanischen Museen aufbewahrt werden? Das ständige Bemühen der diversen Schatzmeister des Vatikans, für aufwendige Lichtinstallationen, Solarstromanlagen oder die Renovierung der prächtigen Travertin- und Marmorfassaden auswärtige Sponsoren zu finden, zeigt, dass die Kurienprälaten nicht im Geld waten. Die etwa dreitausend Angestellten wollen bezahlt sein, von den Empfängern der Pensionen ganz zu schweigen. Das Fallbeil, das über dem Vatikan schwebt, ist nicht die Verarmung, sondern der Default, die Zahlungsunfähigkeit   trotz glänzender Marmorböden oder vergoldeter Bilderrahmen.

    Peterspfennig ist überlebenswichtig für die Kurie

    Der Verlust des Kirchenstaats nach der Annexion Roms durch die Piemontesen 1870 hatte die Päpste zunächst finanziell ruiniert. Selten war der 
    Peterspfennig so überlebenswichtig für die Kurie und den Papst als "Gefangenen im Vatikan" wie damals (siehe Kasten "Der Peterspfennig der Päpste"). Erst nach den Lateranverträgen entschädigte Benito Mussolini 1929 den Vatikan mit einer hohen Summe, die heute einem Betrag von 13 Milliarden Euro entsprechen würde. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg begannen die Finanzverantwortlichen des kleinen Vatikanstaats, einen Großteil dieses Geldes in Liegenschaften in bester Lage in europäischen Hauptstädten zu investieren. Der Erwerb einer Luxusimmobilie in der Londoner Sloane Avenue durch die Substitute Giovanni Angelo Becciu und dessen Nachfolger Edgar Pe a Parra war im Prinzip kein Missbrauch von Spendengeldern, sondern stand in guter alter Tradition. Allerdings führte das Wie der Operation vor einem Jahr zu einem Finanzskandal.

    Unter Benedikt XVI. startete die Kurie eine Transparenzoffensive. Man erfuhr, dass das jährliche Finanzbudget des Vatikans etwa vierhunderttausend Euro ausmacht: für Gehälter, die Nuntiaturen, die Medienarbeit, die Ostkirchen, den Erhalt der Gebäude und karitative Zwecke. Auch gründete Papst Benedikt die Finanzaufsichtsbehörde AIF (Autorit  di Informazione Finanziaria), die vor allen Dingen die Konten des vatikanischen Geldinstituts IOR auf verdächtige Bewegungen hin durchforsten sollte, die zur Geldwäsche oder Terrorfinanzierung dienen könnten. Der Papst legte diese Aufgabe in die Hände des Schweizer Finanzfachmanns Ren  Brülhard, bis dann Franziskus dessen Mandat 2019 überraschend nicht verlängerte und ihn durch den italienischen Banker Carmelo Barbagallo ersetzte.

    Immer wieder in den Schlagzeilen

    Tatsächlich war in der Vergangenheit das IOR immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts geriet es unter seinem Präsidenten, dem US-amerikanischen Erzbischof Paul Casimir Marcinkus, in die größte Krise seiner Geschichte, als der Bankier Michele Sindona und der Generalmanager der größten italienischen Privatbank "Banco Ambrosiano", Roberto Calvi, das der italienischen Bankenaufsicht nicht unterliegende IOR, das Hauptaktionär der Bank Calvis war, genutzt hatten, um Gelder der Mafia zu waschen und in Millionenhöhe in die Schweiz und auf die Bahamas zu transferieren. Als der "Banco Ambrosiano" zusammenbrach und der Bankier Calvi erhängt unter der "Black friars"-Brücke in London aufgefunden worden war, entschädigte der Vatikan die kleinen Aktionäre des "Banco Ambrosiano" mit 406 Millionen Dollar. Auch Sindona starb, in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer vergifteten Tasse Kaffee. 2010 bestätigte ein römisches Berufungsgericht, dass die "Cosa Nostra" über mehrere Jahre illegal erworbenes Kapital über Konten des IOR gewaschen hat.

    Doch als hätte das alles nicht genügt, überließ im Jahr 2003 der Vatikanprälat Renato Dardozzi, der als Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften auch die Aufgabe hatte, den Skandal um den "Banco Ambrosiano" zu untersuchen, bei seinem Tod dem Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi sein aus fast fünftausend Dokumenten bestehendes Privatarchiv, das belegte, dass die dunklen Geschäfte des IOR und die Geldwäsche im Dienste der Mafia, die Blockade von Korruptionsermittlungen, Schmiergeldaffären und die Praxis der geheimen Nummernkonten auch nach dem Bankenskandal weitergegangen waren. Nuzzi machte sein 2009 erschienenes Buch "Vatikan AG" daraus und nach zwanzig Jahren Dienstzeit trat schließlich der Präsident des IOR, Angelo Caloia, von seinem Amt zurück. Im darauf folgenden Jahr errichtete Papst Benedikt dann mit einem "Motu proprio" die AIF.  

    Hunderte dubioser Konten geschlossen

    Die arbeitete mit Erfolg. Hunderte von dubiosen Konten wurden geschlossen, externe Finanzberater durchleuchteten die Geschäftsführung des IOR. Das Geldinstitut der Päpste gewann bis 2014 internationales Vertrauen zurück. Doch dann geschah vor gut einem Jahr etwas völlig Ungewöhnliches: Beamte der vatikanischen Gendarmerie drangen in die Räume der ersten Sektion des vatikanischen Staatssekretariats ein und beschlagnahmten Unterlagen und Computer. Dasselbe geschah zeitgleich in der AIF. Mit einer knappen Mitteilung informierte darüber das vatikanische Presseamt. Die Razzia, hieß es dort, hätten der "Promotore di Giustizia", also der vatikanische Generalstaatsanwalt Gian Piero Milano, und dessen Stellvertreter Alessandro Diddi autorisiert und die Oberen der beiden durchsuchten Behörden seien informiert gewesen. Anlass seien Anschuldigungen gewesen, die am Anfang dieses Sommers vom Geldinstitut IOR und dem Büro des Generalrevisors des Vatikans erhoben worden seien. Es gehe um "im Laufe der Zeit vorgenommene Finanzoperationen".

    Es war, als hätte jemand den Spieß herumgedreht: Die Vatikanbank, die schon seit Jahren unter strengster Beobachtung steht, klagt ihre eigene Aufsichtsbehörde an und Staatsanwaltschaft wie Gendarmerie sehen Grund genug, der Sache nachzugehen   nicht diskret und auf dem Weg einer hausinternen Untersuchung, sondern mit dem Gang an die Öffentlichkeit. Noch erstaunlicher: Das Staatssekretariat, und hier vor allem die erste, für die inneren Angelegenheiten zuständige Sektion, ist so etwas wie das Allerheiligste in der Kurie. Selbst der erste Präfekt des Wirtschaftssekretariats, Kardinal George Pell, hatte es nicht geschafft, es zu durchleuchten. 

    Ein knappes Jahr später, am vergangenen 24. September, kam dann der tiefe Fall von Kardinal Becciu, der von 2011 bis 2018 Substitut im Staatssekretariat gewesen war. Papst Franziskus entzog ihm das Vertrauen, nahm ihm die Rechte als Kardinal und zwang ihn zum Rücktritt als Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen. Offensichtlich war die vatikanische Staatsanwaltschaft in dem einen Jahr nach der Razzia im Staatssekretariat und in der AIF auf das gestoßen, was die italienischen Medien inzwischen als das "System Becciu" bezeichnen. Um Anlagegeschäfte wie der 2014 begonnene Erwerb der Immobilie in der Sloane Avenue zu betreiben, bediente sich Becciu einer Gruppe von auswärtigen Beratern und Geschäftsleuten der Finanzwelt, denen er große Teile der dem Staatssekretariat zur Verfügung stehenden Finanzfonds (siehe Kasten "Die dritte Bank des Vatikans") anvertraute. Es waren dies etwa Enrico Grasso, ehemaliger Banker der "Credit Suisse", Alessandro Noceti, auch er ein Ehemaliger der "Credit Suisse", oder der umstrittene Finanzier Raffaele Mincione sowie der Broker Gianluigi Torzi, der in diesem Sommer im vatikanischen Gefängnis seine Aufzeichnung über den Erwerb der Londoner Immobilie gemacht hat.

    Hat sich Becciu selbst strafbar gemacht?

    Auf vatikanischer Seite standen ihnen die engsten Mitarbeiter von Substitut Becciu gegenüber: Prälat Alberto Perlasca, Leiter der "administrativen Sektion des Staatssekretariats", die auch den Peterspfennig verwaltet, Fabrizio Tirabassi, ein ranghoher Laie im Staatssekretariat, und Vincenzo Mauriello, ebenfalls ein Angestellter des Staatssekretariats. Es gibt Hinweise in den Medien, dass die auswärtigen "Partner" des Staatssekretariats an den Geschäften mit dem Vatikan nicht schlecht verdient haben, auch als es darum ging, unter Beccius Nachfolger Pena Parra die Londoner Immobilie ganz zu übernehmen. Ob sich aber die Mitarbeiter des Vatikans, und allen voran Becciu, selber strafbar gemacht haben, also Gelder unterschlagen, erpresst oder gegen andere Vatikangesetze verstoßen haben, wird erst ein Prozess vor dem Vatikantribunal ans Licht bringen, dem der ehemalige römische leitende Staatsanwalt Giuseppe Pignatone als Präsident vorsteht. Noch ist nicht das wirkliche "Verbrechen" in Sicht, das das jähe Karriereende Beccius rechtfertigen würde. 

    In Zukunft wird wohl die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls, die APSA, alle finanziellen Geschäfte des Vatikans abwickeln und   vielleicht zusammen mit dem IOR   alle Anlageobjekte verwalten. Und das Wirtschaftssekretariat wird, so wie es das Bestreben von Kardinal Pell war, eine wirksame Kontrolle über alle Finanzflüsse im Vatikan ausüben, auch über die des Staatssekretariats. Der Nachfolger Pells, der Jesuit Juan Guerrero, hat jetzt immerhin für das Jahr 2019 eine Vatikanbilanz vorgelegt, nachdem das fünf Jahre nicht der Fall gewesen war. Das Defizit der Römischen Kurie soll von 75 Millionen Euro 2018 auf elf Millionen geschrumpft sein. Ausgaben von 318 Millionen Euro standen 2019 Einnahmen von 307 Millionen gegenüber. Ein Vergleich: Der Haushalt des Erzbistums Köln ist mit etwa neunhundert Millionen Euro fast dreimal größer.

     

    Die "dritte Bank" des Vatikans
    von Guido Horst

    Die sogenannte "dritte Bank" des Vatikans, das heißt die Geldreserven des vatikanischen Staatssekretariats, geht auf die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Ob und inwieweit Papst Paul VI. und nach ihm Johannes Paul II. jemals über diesen kleinen Schatz in der "terza loggia" des Apostolischen Palastes und dessen pekuniären Inhalt informiert waren, wissen selbst Vatikanspezialisten nicht. Jedenfalls war es der Vatikandiplomat Gianfranco Piovano, Jahrgang 1938, der diesen Fundus mit den Geldern einiger Mailänder Unternehmer aufzubauen begann, um vom Geldinstitut IOR unter Erzbischof Paul Casimir Marcinkus und den Machenschaften des berüchtigten Bankiers Michele Sindona, der den Vatikan für seine finanziellen Geschäfte nutzte, unabhängig zu sein, wenn es darum ging, in Notfällen Anliegen des Papstes mit Geld regeln zu können. So soll dieser Sonderfonds beim Zusammenbruch des "Banco Ambrosiano" des mit Sindona verbandelten Roberto Calvi jene 406 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt haben, mit denen der Vatikan die kleinen Aktionäre des bankrotten Bankhauses abfinden wollte. Wie die APSA, die Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhls, operierte das Staatssekretariat mit diesen Geldmitteln nicht als Kunden-, sondern als Transaktionsbank. Auch die Italienische Bischofskonferenz soll Teile ihrer durch den Kirchenbeitrag "Otto per mille" eingenommenen Gelder bei der "dritten Bank" des Staatssekretariats deponiert haben.

    Ehemaliger Mitarbeiter Beccius

    Unter Staatssekretär Tarcisio Bertone wurde der heute sechzig Jahre alte Prälat Alberto Perlasca Nachfolger Piovanos. Seine unauffällige Bezeichnung im Organigramm des Staatssekretariats lautet "Leiter der administrativen Sektion". Aber in Wirklichkeit war er von 2009 bis 2019 zuständig nicht nur für die Geldmittel aus dem Peterspfennig, sondern auch für die "dritte Bank", die sein Vorgänger aufgebaut hatte. Ob und wie die Einnahmen aus dem Peterspfennig und der Fundus der "dritten Bank" in der Zeit von Perlasca auseinandergehalten wurden, versuchen jetzt die vatikanischen Ermittler zu ergründen. In einem Schreiben an Papst Franziskus hat Perlasca, der 2019 an das Vatikangericht der Apostolischen Signatur versetzt wurde, seine umfängliche Mitarbeit bei der Aufarbeitung der Vorgänge angeboten, die zum Skandal um die Londoner Luxusimmobilie und zuletzt zum Rücktritt des ehemaligen Substituten Giovanni Angelo Becciu führten, dessen engerer Mitarbeiter Perlasca war. 

    Es war dann  Kardinal George Pell, der im Februar 2014 als Präfekt des neu errichteten Wirtschaftssekretariats in die Kurie kam und auf die von Becciu zu verantwortenden und von Perlasca ausgeführten Geldoperationen des Staatssekretariats aufmerksam wurde. Es kam zum Kompetenzgerangel und Streit mit Becciu, der jedoch nicht bis zum Ende ausgetragen wurde, da Pell im Sommer 2017 nach Australien abreiste, um sich seinem Missbrauchsverfahren persönlich zu stellen. Für das Staatssekretariat schlug dann die Stunde vor einem Jahr. Die vatikanische Gendarmerie konfiszierte Anfang Oktober Computer im Staatssekretariat und in der für die Bekämpfung von Geldwäsche zuständigen Finanzaufsicht, der von Benedikt XVI. 2012 errichteten AIF. Fünf Mitarbeiter des Vatikans wurden vom Dienst suspendiert, unter ihnen der zweite Mann der AIF, Direktor Tommaso Di Ruzza, und der ehemalige Sekretär Beccius. Seither ermittelt die vatikanische Staatsanwaltschaft über die Vorgänge rund um die "dritte Bank", wobei der jüngste Akt der tiefe Sturz von Kardinal Becciu ist.

     

     

    Der Peterspfennig der Päpste 
    von Ulrich Nersinger

    Der Peterpfennig ist heute mehr denn je in die Schlagzeilen geraten. Er ist zu einem Reizwort geworden, er steht sogar zur Diskussion. Rom, das heißt der Römischen Kurie, wird sein Missbrauch vorgeworfen   zum Nachteil der Armen und Bedürftigen in aller Welt. Doch was ist die Institution des "Peterspfennig" eigentlich? 

    Der Internetauftritt des Vatikans leitet die Seite zum "Denarius Sancti Petri" mit dem Statement ein: "Der gute Brauch, die Verkünder des Evangeliums materiell zu unterstützen, damit sie sich sowohl ihrer apostolischen Aufgabe ganz widmen, als auch der Bedürftigen annehmen können, entsteht praktisch mit dem Christentum selbst (Apg 4,34; 11,29)." Er fand seine Ausprägung gegen Ende des achten Jahrhunderts, als sich die neubekehrten Angelsachsen so eng mit Rom verbunden sahen, dass sie sich entschlossen, auf Dauer alljährlich einen Geldbetrag an den Heiligen Vater zu übersenden. Schon bald wurde dieser Brauch von anderen Ländern Europas übernommen.

    Nicht allein karitativen Aufgaben gewidmet

    Der "Denarius Sancti Petri" ist nicht allein einer rein karitativen Aufgabe gewidmet. Papst Benedikt XVI. gab 2007 zum Peterspfennig an: "Der althergebrachte Brauch des Peterspfennigs, der gewissermaßen bereits in den ersten christlichen Gemeinden gepflegt wurde, entspringt dem Bewusstsein, dass jeder Gläubige dazu aufgerufen ist, das Werk der Evangelisierung auch in materieller Hinsicht zu fördern und gleichzeitig die Armen und Bedürftigen hochherzig zu unterstützen... Diese kirchliche Praxis hat sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt, den unterschiedlichen Anforderungen der Zeit angepasst und wird auch heute noch beibehalten. In jeder Diözese, in jeder Pfarrei und Glaubensgemeinschaft wird alljährlich der Peterspfennig gesammelt, der dann zum Zentrum der Kirche gelangt, um den Bedürfnissen und den aus aller Welt an den Papst gerichteten Anfragen entsprechend verteilt zu werden. In der Geschichte der Kirche hat es Zeiten gegeben, in denen die wirtschaftliche Unterstützung des Nachfolgers Petri durch die Christen ganz besonders bedeutend war." 
    Benedikt XVI. verwies auf den seligen Pius IX. (1846 1878), der sich in seinem Apostolischen Schreiben "Saepe venerabilis" vom 5. August 1871 zu diesem Umstand äußerte: "Reicher als sonst hat Uns der Peterspfennig erreicht, mit dem Arm und Reich bemüht ist, Unsere Armut zu lindern; dazu kamen zahlreiche Gaben verschiedener und edler Art und ein herrlicher Beitrag christlicher Künste und Talente, ganz besonders geeignet, um jene zweifache geistliche und königliche Gewalt hervorzuheben, die Gott Uns gegeben hat.." 

    Dass Gelder aus dem Peterspfennig, die nicht direkt zur Verwendung kommen, angelegt werden, hält Papst Franziskus für sinnvoll. Auf dem Rückflug von seiner Apostolischen Reise nach Japan im November 2019 antwortete er auf Fragen von Journalisten mit den Worten: "Es ist kein Zeichen guter Verwaltung, das Geld aus dem Peterspfennig zu nehmen und in die Schublade zu legen." Und er ergänzte, dass aber eine gute Verwaltung das Geld vernünftig anlegen müsse. Damit dürfte der Heilige Vater jedoch nicht zweifelhafte, anrüchige Investitionen aus Kreisen des Vatikanischen Staatssekretariates gemeint haben, so wie der in dreistelliger Millionenhöhe getätigte Kauf einer Luxusimmobilie im Londoner Nobelviertel Chelsea.

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