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    Würzburg

    Kämpfer für den Glauben

    Im vergangenen Jahr wurde Frank Bayard zum Hochmeister des Ordens der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens bestellt. Dem Orden verbundene Laien und Weltkleriker sollen in der Welt Zeugen für den Glauben sein.

    Die Hoch- und Deutschmeister des über 800 Jahre alten Ordens der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens gehörten zu den höchsten geistlichen Würdenträgern des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Frank Bayard wurde erst im vergangenen Jahr zum 66. Hochmeister bestellt. Der gebürtige Saarländer Bayard steht heute etwa 100 Ordenspriestern, 200 Ordensschwestern und knapp 800 Familiaren, das heißt dem Orden verbundenen Laien und Weltklerikern, vor.

    Prädesiniert für das Amt des Ökonomen des Ordens

    Aufgrund seiner Berufserfahrung als Banker war Bayard prädestiniert, zunächst als Ökonom des Ordens Verantwortung zu übernehmen. Leidenschaftlich berichtet er aber über seine andere Aufgabe, der Leitung des Zentralarchivs im Wiener Hochmeisteramt. Offenheit und Innovationsfreude sind sicher nicht die ersten Attribute, mit denen man einen ehemaligen Ritterorden charakterisieren würde. Der Fokus der Wahrnehmung der Ordensgeschichte und des Rittertums habe sich nicht zuletzt durch neuere Forschungen verstärkt von der Schlachtengeschichte hin zur Wahrnehmung der Spiritualität und sozialgeschichtlicher Aspekte ausgeweitet. Bayard stellt daher auch in Mittel- und Osteuropa eine Entspannung gegenüber dem Orden fest.

    Investitur führt den Orden in seine alte fränkische Hochburg

    Die anlässlich seiner 800-jährigen Präsenz in Würzburg abgehaltene Investitur führte den Deutschen Orden mitten in seine alte fränkische Hochburg, wo er bis zur Säkularisation über stolze Besitztümer verfügte. Bayard ist es ein Anliegen, dass die Familiaren ihre Zugehörigkeit zum Orden nicht nur privat ernst nehmen, sondern als Zeugen für den katholischen Glauben in der Welt Not wahrnehmen und den Wahlspruch des Ordens „Helfen und Heilen“ auch im Beruf leben.

    DT/ska

    Ein ausführliches Porträt des Ordens lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Tagespost.

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