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    Würzburg

    Familienandacht: Emmaus-Gang

    Der Emmaus-Gang als Familienandacht soll über das heutige Evangelium und das Erlebte der letzten Nachtage anregen nachzudenken.

    Der Gang nach Emmaus - brannte uns nicht das Herz?

    An der "Gebetsecke", am "Heiligen Grab" oder auch im Freien versammelt man sich, um über das heutige Evangelium und das Erlebte der letzten Nachtage nachzusinnen. Es kann sich ein Spaziergang anbieten, um über das Bleibende der vergangenen Tage ins Gespräch zu kommen.

    Das Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters...


    Osterlied

    Beispielsweise "Wir wollen alle fröhlich sein" (Gotteslob 326)

    Tagesgebet

    V: Gott, Du Herr allen Lebens, durch die Taufe schenkst Du Deiner Kirche Jahr für Jahr neue Söhne und Töchter. Gib, dass alle Christen in ihrem Leben dem Sakrament treu bleiben, das sie im Glauben empfangen haben.
    Darum bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

    A: Amen.

    Halleluja

    Ein Halleluja-Ruf aus dem Gotteslob oder ein volkstümliches Halleluja(Das "Schlesische" zum Beispiel".

    Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (Lk 24,13-35)

    Am ersten Tag der Woche
    waren zwei von den Jüngern Jesu
    auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus,
    das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.
    Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.
    Und es geschah:
    Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten,
    kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.
    Doch ihre Augen waren gehalten,
    sodass sie ihn nicht erkannten.
    Er fragte sie: Was sind das für Dinge,
    über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?
    Da blieben sie traurig stehen
    und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm:
    Bist du so fremd in Jerusalem,
    dass du als Einziger nicht weißt,
    was in diesen Tagen dort geschehen ist?

    Er fragte sie: Was denn?

    Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret.

    Er war ein Prophet,
    mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk.
    Doch unsere Hohepriester und Führer
    haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen.
    Wir aber hatten gehofft,
    dass er der sei, der Israel erlösen werde.
    Und dazu ist heute schon der dritte Tag,
    seitdem das alles geschehen ist.
    Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis
    haben uns in große Aufregung versetzt.
    Sie waren in der Frühe beim Grab,
    fanden aber seinen Leichnam nicht.
    Als sie zurückkamen,
    erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen
    und hätten gesagt, er lebe.
    Einige von uns gingen dann zum Grab
    und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten;
    ihn selbst aber sahen sie nicht.
    Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen,
    deren Herz zu träge ist,
    um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.
    Musste nicht der Christus das erleiden
    und so in seine Herrlichkeit gelangen?
    Und er legte ihnen dar,
    ausgehend von Mose und allen Propheten,
    was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
    So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren.
    Jesus tat, als wolle er weitergehen,
    aber sie drängten ihn
    und sagten: Bleibe bei uns;
    denn es wird Abend,
    der Tag hat sich schon geneigt!
    Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.
    Und es geschah:
    Als er mit ihnen bei Tisch war,
    nahm er das Brot,
    sprach den Lobpreis,
    brach es und gab es ihnen.
    Da wurden ihre Augen aufgetan
    und sie erkannten ihn;
    und er entschwand ihren Blicken.
    Und sie sagten zueinander:
    Brannte nicht unser Herz in uns,
    als er unterwegs mit uns redete
    und uns den Sinn der Schriften eröffnete?
    Noch in derselben Stunde brachen sie auf
    und kehrten nach Jerusalem zurück
    und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren.
    Diese sagten:
    Der Herr ist wirklich auferstanden
    und ist dem Simon erschienen.
    Da erzählten auch sie,
    was sie unterwegs erlebt
    und wie sie ihn erkannt hatten,
    als er das Brot brach.

    Gebetsbetrachtung

    V: Beten wir mit den Worten von John Henry Kardinal Newman

    Geh, liebes Licht, in diesem Dämmer vor mir her! Führ Du mich ’raus
    aus dieser dunklen Nacht. Ich bin hier fremd. Führ mich nachhaus’!

    Führ meinen Fuß, und führ ihn Schritt für Schritt.
    Das ferne Ziel muss ich nicht sehn. Doch Du, geh mit mir mit!

    A: Ich war nicht immer so. Nie hab ich je gebettelt, dass Du mich führst und lehrst.
    Ich liebte eigne Wege. Wollte selber sehn. Doch jetzt: geh Du voran! Geh vor mir her!
    Ich liebte grelles Licht. Ich hatte Furcht, oft war mir bang.
    Doch stärker war mein Stolz. Vergiss es. Denk nicht mehr daran!

    V: So lang hab ich von Deiner Kraft gelebt. Da wird Dein Geist gewiss auch vor mir wehn,
    wenn ich nach Moor und Sumpf und abgrundfinstrer Nacht den Morgenstern kann sehn
    und Engel mich anschauen und lächeln, hell von jenem schönen Schimmer,
    den ich so sehr geliebt - und eine Zeitlang doch vergaß, beinah’ für immer.

    A: Derweil warst Du - Du selbst! – dem engem schroffen Pfad gerade vor mir her gefolgt:
    mein Retter Du! Jetzt führ mich heim, nachhause wie ein Kind!
    Zurück zu meinem Gott, um endlich auszuruhn nach allem Erdenstreit im leisen Licht lebendiger Unendlichkeit. Amen.

    Gedanken/ Austausch anhand des Emmaus-Evangeliums über die Frage, wie ich dieses Osterfest empfunden habe und wie es meinen Glauben gestärkt hat. Was war ungewohnt, was neu? Leuchtet das Licht Christi reiner in meinem Herzen.

    Dazu kann – wo es möglich ist – ein Spaziergang unternommen werden oder es bietet sich ein eigener Garten an.

    Vater unser...

    Segensbitte

    V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor allem Bösen und führe uns zum ewigen Leben.

    A: Amen.

    Marienlied

    "Gegrüßet seist Du, Königin" (Gotteslob 536).

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