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    Hamburg

    Erzbistum Hamburg kann zwei Schulen erhalten

    Nur sechs statt acht Schulschließungen in Hamburg: Die beiden Schulstandorte in Harburg und Barmbek können erhalten werden, erklärt das Erzbistum. In Harburg könne jedoch nur die Grundschule weitergeführt werden.

    Ein Plakat mit der Aufschrift "Papst Franziskus, bitte helfen Sie uns" hängt im Hamburger Stadtteil St. Georg. Hier befi... Foto: Markus Scholz (dpa)

    Im Erzbistum Hamburg werden statt acht nun wohl nur noch sechs katholische Schulen geschlossen. Die beiden Schulstandorte in Harburg und Barmbek können erhalten werden, wie das Erzbistum mitteilte. Dazu hat sechs Hamburgs Erzbischof Stefan Heße in Abstimmung mit dem Wirtschaftsrat des Erzbistums entschlossen. Nun bedarf es der Anhörung der schulischen Gremien.

    „Ich freue mich sehr, dass es möglich wird, gemeinsam mit etlichen Großspendern und vielen Hamburgerinnen und Hamburgern die beiden mit einem Moratorium versehenen Standorte zu retten“, so Erzbischof Heße. Ohne die große Spendenbereitschaft und das Engagement von Schülern, Lehrern und Eltern wäre dies nicht möglich gewesen.

    In Harburg wird es nur noch eine Grundschule geben

    Laut Erzbistum soll die Sophienschule in Barnbek komplett als Grundschule  neu gebaut werden - „mit Turnhalle, Mensa und angeschlossener Kindertagesstätte“. Die Stadtteilschule in Harburg wird das Erzbistum allerdings nicht weiterführen, sondern dort nur eine Grundschule erhalten. Dennoch zeigte sich Heße zuversichtlich. Angesichts der dramatischen Finanzlage des Erzbistums sei dies ein großer Erfolg. Insgesamt wurden in den vergangenen Monaten mehr als sieben Millionen Euro an Spendengeldern eingesammelt werden – 4,2 Millionen für die Sophienschule, weitere 2,9 für Harburg.

    Erzbischof Heße zeigte sich dankbar, dass der Wirtschaftsrat seinem Vorschlag zum Erhalt der beiden Standorte gefolgt sei. „Zeigt dies doch, welche zentrale Bedeutung ein nachhaltig finanziertes und gut aufgestelltes katholisches Schulsystem für das gesamte Erzbistum hat.“ Zusätzlich zum Neubau der beiden Grundschulen in Barnbek und Harburg sollen in den kommenden Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert werden, um die übrigen 13 katholischen Schulen zu erweitern, auszubauen und zu sanieren.

    Gesamtelternvertretung erleichtert

    Die Gesamtelternvertretung der Katholischen Schulen in Hamburg zeigte sich nach der Bekanntgabe des Erzbistums erleichtert. Mit der Sophienschule und der Grundschule Harburg blieben „wichtige Standorte guter Bildung und kirchlichen Lebens“ erhalten. Dass die Stadtteilschule in Harburg geschlossen werde, bedauere man jedoch. „Die Schließung der Stadtteilschule wird den Standort erheblich schwächen, weil es nun in Harburg keine weiterführende katholische Schule mehr geben wird.“

    Anfang 2018 hatte das Erzbistum Hamburg angekündigt, acht seiner 21 katholischen Schulen aufgrund seiner prekären finanziellen Situation zu schließen. Die Entscheidung hatte bei Schülern, Eltern und vielen Katholiken, auch über das Erzbistum hinaus, für Proteste gesorgt.

    DT/mlu

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