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    Vatikan

    Die Kirche wächst in Afrika und schrumpft in Europa

    Der Vergleich mit den deutschen Zahlen zeigt einen Trend, der in Deutschland höher liegt als in Gesamteuropa.

    Zahl der Ordensfrauen weltweit sinkt
    Der Blick in die Zukunft der Orden ist düster. Nur Afrika uns Asien wachsen. Foto: Symbolfoto:

    Die katholische Kirche schrumpft in Europa und Nordamerika, während sie vor allem in Afrika und Asien eine Zunahme von Gläubigen und Priestern verzeichnet. Entsprechende Daten des zentralen Statistikbüros veröffentlichte der Vatikan am Mittwoch. Demnach nahm von 2013 bis 2018 die Zahl der Katholiken weltweit um knapp sechs Prozent zu und beträgt nach jüngsten Berechnungen 1,329 Milliarden. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl der Katholiken in Deutschland um 4,8 Prozent auf 23 Millionen ab.

    Priester und Ordensleute werden weltweit weniger 

    Die Entwicklung der Priester weltweit wird als "eher enttäuschend" beschrieben. Nach einem leichten Anstieg seit 2013 gingen die Zahlen in den letzten drei Jahren des Berichtszeitraums bis 2018 wieder zurück, so dass insgesamt ein Schwund von 0,3 Prozent zu verzeichnen ist. Dabei legten die Priesterzahlen in Afrika um 14,3 Prozent zu, in Asien um 11 Prozent. Verantwortlich für das globale Minus ist laut dem Vatikan vor allem Europa: Dort leben 41,3 Prozent aller Priester weltweit, so dass der kontinentale Rückgang um 7 Prozent entsprechend ins Gewicht fällt. In Deutschland ging im Vergleichszeitraum die Zahl der Priester um 8,5% zurück. Ein deutliches Wachstum von 10 Prozent verzeichneten in den fünf Jahren hingegen die Ständigen Diakone. Ihre Zahl lag 2018 laut den Angaben bei rund 47.500 weltweit. Auch in Deutschland ist die Zahl der ständigen Diakone der einzige Wachstumsposten. Die Zahl nahm um 306 Prozent auf 3227 Diakone zu. 

    Die Zahl der Ordensmänner sank zwischen 2013 und 2018 von über 55.000 auf weniger als 51.000. Dem globalen Schwund von rund 8 Prozent stehen kontinentale Zuwächse von 6,8 Prozent in Afrika und 3,6 Prozent in Asien gegenüber. In Deutschland ging die Zahl der Ordensmänner im Vergleichszeitraum um 16,8 Prozent zurück. Die Frauenorden zeigen laut Vatikan eine kräftige Abwärtsdynamik mit einem Mitgliederrückgang von 7,5 Prozent auf zuletzt 642.000. In Europa liegt das Minus bei 15 Prozent. Demgegenüber wuchsen die Frauengemeinschaften in Afrika um gut 9 Prozent und um 2,6 Prozent in Asien, so dass inzwischen vier von zehn Ordensfrauen in den beiden letztgenannten Kontinenten leben. Die Zahl der Ordensfrauen in Deutschland ging um 22 Prozent auf 14257 zurück.

    DT/pwi mit Material von kna

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