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    Vatikanstadt

    Benedikt XVI. nicht Co-Autor des Sarah-Buches

    Vatikan: Kein Buch von vier Händen. Der emeritierte Papst hat lediglich einen Beitrag zur Verfügung gestellt, die Titelseite kannte er nicht.

    Emeritierte Papst Benedikt XVI. hat zum Buch von Kardinal Sarah einen Beitrag beigesteuert
    Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat zum Buch von Kardinal Sarah einen Beitrag beigesteuert, Co-Autor ist er nicht. Foto: Daniel Karmann (dpa)

    Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat klarstellen lassen, dass er nicht Co-Autor des viel diskutierten Buches „Des profondeurs de nos coeurs“ („Aus den Tiefen unserer Herzen“) von Kardinal Robert Sarah ist.

    Laut einer gemeinsamen Erklärung des Chefredakteurs aller Vatikanmedien, Andrea Tornielli, und des Privatsekretärs des emeritierten Papstes, Erzbischof Georg Gänswein, die am Dienstag an Journalisten versandt wurde, hat Benedikt XVI. kein „Buch der vier Hände“ gemeinsam mit Kardinal Robert Sarah geschrieben. 

    Benedikt XVI. distanziert sich von "editorischer und medialer Operation"

    Der emeritierte Papst habe die Titelseite des angeblich von vier Händen verfassten Buchs weder gesehen noch approbiert. Vielmehr habe Benedikt XVI. vor Monaten einen Beitrag über das Priestertum geschrieben und Kardinal Sarah habe darum gebeten, diesen lesen zu können, heißt es. Der emeritierte Papst habe diesen Beitrag schließlich Sarah überlassen in dem Wissen, dass dieser gerade ein Buch über das Priestertum schrieb. Es sei offensichtlich, dass es sich bei der Debatte um das Buch um eine editorische und mediale Operation handele, mit der Benedikt XVI. nichts zu tun habe und von der er sich völlig distanzierte.

    Das Buch von Kardinal Sarah, das am Mittwoch in Frankreich erscheint und später auch in den USA und in Deutschland erscheinen soll, hatte aufgrund eines Vorabdrucks in „Le Figaro“ (Montag) international für Aufsehen und heftige Kontroversen in den Medien gesorgt. Das Eintreten von Benedikt XVI. für die Beibehaltung des priesterlichen Zölibats war als Affront gegen den jetzigen Amtsinhaber Papst Franziskus gedeutet worden. Eine mögliche Lockerung des Zölibats war ein Thema der Amazonas-Synode. Das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus lässt noch auf sich warten. 

    Nach Medienberichten hat der emeritierte Papst inzwischen darum gebeten, seinen Namen und sein Bild vom Einband des Buches entfernen zu lassen. Auch die Unterschrift Benedikts XVI. unter Einführung und Schlussfolgerungen des Buches soll gestrichen werden. Diese habe er nicht mit verfasst. Sein Beitrag stamme aber zu „hundert Prozent“ von ihm.

    DT

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